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Ausstellungen: Berlin · S. 324 - 324
Ausstellungen: Berlin , 1985

Karlheinz Bux

Eine landläufige Vorstellung hält sich: jemand ist Maler oder er ist Bildhauer, Plastiker. Daß jemand, weil er in der Malerei für sich keine Entwicklung mehr sieht, zum Plastiker wird, ist selten. Diesen Werdegang führte Karlheinz Bux in seiner Ausstellung im Institut Unzeit vor. Die zwei Ausstellungsräume waren dabei bestimmt von mehreren schlanken Stelen, die untereinander und mit Wandarbeiten korrespondierten. Diese Wandarbeiten lassen am ehesten noch die Herkunft von der Malerei erahnen. Waagerecht oder senkrecht an die Wand angebracht, verdeutlichen sie den Übergang von der Leinwand zur Plastik. Sie sind mit Kerben versehen in einem bestimmten Rhythmus, in denen ein Rot oder Blau hervorschimmert. Der Betrachter geht an ihnen vorbei und nimmt verschiedene Grade der Tönung wahr, je nach Winkel, in dem er sich zu den Kerben bewegt. Seine Skulpturen sind in einem ähnlichen Sinne erfahrbar. Sie verjüngen sich zur Spitze hin, ohne daß der Betrachter auf Anhieb sieht wie. Ist die Grundfläche ein T, endet die Skulptur in einem rechten Winkel. Angesichts solcher ‚Entwicklungen‘ läßt sich fragen, ob sie sich auf der zweidimensionalen Fläche der Leinwand darstellen ließe. Die einzelnen Arbeiten, aus Holz bestehend, sind meistens zweifarbig bemalt und in dieser Bemalung erweist sich Karlheinz Bux wieder als Maler. Er benutzt die reinen Farbpigmente, so daß die einzelnen Stelen in einem matten Farbton wirken. In der ‚Drehung‘ der Skulpturen taucht ein Rot auf oder wird langsam von einem Schwarz verdeckt. In diesem Sinne sind die Werke von Karlheinz Bux Malerei in der dritten Dimension. Wer sie als Plastik ansieht,…

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