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Ausstellungen: Schleswig · von Jens Rönnau · S. 323 - 324
Ausstellungen: Schleswig , 2002

JENS RÖNNAU
Manolo Valdés – „Como Pretexto“

Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, Schloss Gottorf, Schleswig, 24.2. – 14.4.2002

Seine Spezialität ist der adaptierende Bezug auf berühmte Werke der Kunstgeschichte: Manolo Valdés, dessen Bilder und Skulpturen in Madrid, Paris und New York seit Jahren hoch gehandelt werden. Jetzt zeigt die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen auf Schloss Gottorf einen umfangreichen Überblick auf die letzten zehn Schaffensjahre des Spaniers – eine Vorrunde zum diesjährigen Schleswig-Holstein Musikfestival im Sommer, das dem Schwerpunktthema Spanien gewidmet ist. In Deutschland ist es seit fast 20 Jahren die erste große Schau von Valdés, der hier zuletzt in den 80er Jahren in Bremen und Wilhelmshaven mit Einzelausstellungen vertreten war.

Wie gut, dass wir Vorbilder haben, an die wir uns halten können! Auch in der Malerei sind kunsthistorische Rückgriffe ja üblich. Und seit den letzten Jahren ist da noch eine weitergehende Tendenz auf dem Vormarsch: das Zitieren von Bildern oder Details großer Kunstwerke. Bereits Picasso war bekannt dafür, ebenso Gerhard Richter. Bei dem 1942 in Valencia geborenen Manolo Valdés kommen die Größen der Kunst fast wörtlich ins Bild, insbesondere Spanier wie Velázques, Picasso und all diesen voran der Meister aufgerissener Bildflächen: Antonio Tàpies. Sind es von den einen die Motive, die Valdés adaptiert, so dient der ungestüme Stil von Tàpies zur Aneignung, Verfremdung und Weiterentwicklung jener Adaptionen, die ebenso Werke von Braque, Klee, Kirchner, Bonnard oder älteren Vertretern der Kunstgeschichte einbeziehen.

Matronenhaft steht es da, das von Diego Velázques gemalte Königskind „Infantin Margareta Theresia in Blau“ von 1659, dessen Original im Kunsthistorischen Museum in Wien verwahrt wird….


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