Gespräche mit Philosophen · von Heinz-Norbert Jocks · S. 396
Gespräche mit Philosophen , 2006

Heinz-Norbert Jocks

Mit Kunst ist nicht zu spassen

Heinz-Norbert Jocks im Gespräch mit dem Philosophen und Psychoanalytiker Prof. Dr. Rudolf Heinz über Joseph Beuys

1937 in saarländischen Perl an der Obermosel geboren, studierte Rudolf Heinz, eine schillernde Figur des Querdenkens, Philosophie, Theologie, Musikwissenschaften, Germanistik in Saarbrücken, Paris und Frankfurt und zudem noch Gesang und Musiktheorie an der Musikhochschule Saarbrücken, wo er die Opernklasse besuchte. Eine psychoanalytische Ausbildung absolvierte er bei der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung und ist in der Psychiatrie vor allem im Bereich Supervision tätig. Nach seiner Lehrtätigkeit von 1980 bis 2002 als Universitätsprofessor für Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf begann er direkt im Anschluss als Gastwissenschaftler in der Klinischen Einrichtung für psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Heinrich-Heine-Universität. Neben seiner Mitgliedschaft im Vorstand der „Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf e.V.“ ist er dort 1.Vorsitzender von „Psychoanalyse und Philosophie e.V.“ Als Autor ist er Herausgeber der Reihe Pathagnostische Studien 1-9. Im Passagen Verlag erschien „Logik und Inzest“ in drei Bänden sowie „Traum-Traum“.

H.-N.J.: Wie kam es zur Einladung von Joseph Beuys in Ihr philosophisches Hauptseminar?

R.H.: Das geschah über die Vermittlung eines Studenten, der Beuys gut kannte. Was da im einzelnen abgelaufen ist, erinnere ich nicht. Aber es gibt ein umfangreiches dokumentiertes Gespräch, das sich mehr dahin entwickelte, dass Beuys in aller Ausführlichkeit sein Gesamtkonzept vortrug.

Was reizte Sie an der Auseinandersetzung damit?

Ich befasste mich bereits zu dieser Zeit mit dem „Anti-Ödipus“ von Deleuze/Guattari. Deren so bestrickende wie prekäre Kreativitäts-Emphatik vermutete ich nach dem, was ich gehört hatte,…

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