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Magazin: Messen & Märkte · S. 364
Magazin: Messen & Märkte , 1985

FORUM Internationale Kunstmesse in Zürich

Könnte Konkurrenz auch tödlich sein?

Die Monate Oktober/November 1984, das war, kurz gesagt, Kunstmarkt total: nach der Pariser FIAC (20.-28.10.) gönnte man den im aktuellen Kunstgeschehen agierenden Vermittlern, Sammlern und Liebhabern sonstiger Couleur immerhin noch mehr als 14 Tage Ruhe bis zur neu getauften Rheinischen Kunstmesse, der ‚Art Cologne‘ (14.-20.11.). Doch dann war Schluß mit der Gnade. Am 20. um 21.00 Uhr schlössen die Tore in Köln. Am 21. um 16.00 Uhr öffneten sich die Pforten zum FORUM, Der l Internationalen Kunstmesse in den Hallen 6, 7 und 8 der Züspa zu Zürich, die bis zum 27.11. durch ca. 60 Galerien aus Europa und den USA vor Augen führte, was in der jüngsten Vergangenheit, mithin den 70er Jahren und in der unmittelbaren Gegenwart, also dem laufenden Jahrzehnt die kreativen Weichen für die Zukunft stellte und immer noch stellt. Wer sich als Galerist oder irgendsonst mit der aktuellen Kunst befaßt genötigt oder gereizt sah, Köln und Zürich gleichermaßen aktiv oder passiv zu erleben, mußte sich wohl oder übel der Strategie des Jet-Sets bedienen. Flugzeug, Hotel, Leben aus dem Koffer – und vor allem tief durchatmen, um der Bilderflut standzuhalten.

Nach einer kommerziellen Bauernregel belebt die Konkurrenz das Geschäft. Fragt sich nur, wer davon profitiert. Basel, nur eben eine Autostunde von Zürich entfernt, gilt vielen als die Kunst-Messe-Stadt par excellence. Köln hat sich nicht ohne Grund an diesem Handelsort gerieben. Doch Basel findet im Juni statt und Köln im November. Basel galt bislang als internationaler. Doch Köln gewann als Zugkraft…

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