Ausstellungen: Innsbruck · von Ursula Maria Probst · S. 292
Ausstellungen: Innsbruck ,

Innsbruck

Lachen

Antonia Baehr, Iman Issa, Stefan Klampfer, Sophia Mairer, Roee Rosen

Taxispalais Kunsthalle Tirol 06.12.2019 – 05.03.2020

von Ursula Maria Probst

Die Ausstellung „Lachen“ ist Teil 3 einer Trilogie, die pointiert mit existentiellen Themen wie „Liebe“ und „Sex“ hantiert. Wie der Titel „Lachen“ in seiner Verknappung bereits suggeriert, bilden grundlegende Fragestellungen über den Reflex des Lachens den Ausgangspunkt. Wie sehr ist Lachen ein Ausdruck der Lust am Kontrollverlust? Wie werden durch Lachen prekäre Momente der Unsicherheit überspielt? Wie sehr schwingen im Lachen anarchistische die Grenzen der Sprache überwindende Fähigkeiten mit?

Gleich im Foyer des Taxispalais treffen wir via Kopfhörereinspielung auf die Lachkomposition „Ridere. Rire / Laugh / Lachen“ (2010), die auf einem umfassenden die akustische und körperliche Anatomie des Lachens erforschenden Projekt der Künstlerin Antonia Baehr basiert. Wer sich vorher noch nie mit der Materialität des Lachens befasste, wird hier von einer mitreißenden Wucht des Lachens erfasst, die in ihrer Dramaturgie durch einen großen Leuchtkasten mit der orangefarbigen Aufschrift „Lachen“ zum Lachduett auffordert, das bis zu unterhaltsamen 12 Minuten dauern kann. Laut Kuratorin Nina Tabassomi handelt es sich hier um ein Schlüsselwerk für den Einstieg in die Ausstellung. Anknüpfend an das utopische, anarchistische Potential, der so ins Spiel gebrachten körperlichen, psychischen und sozialen Alltagspraktiken, wird deren Übertragbarkeit auf künstlerische Methoden im Setting durch von den Künstler*innen Iman Issa, Stefan Klampfer, Sophia Mairer eigens für die Ausstellung produzierte Werke getestet. Wie dabei mitschwingende Ambivalenzen medienübergreifender Installationen wie Fotografie, Zeichnung, Malerei, Performance, Skulptur und Video zum Ausdruck gelangen, zeigt sich in den folgenden Werken im Erd- und…

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