Nachrichtenforum: Aktionen und Projekte · von Jürgen Raap · S. 14
Nachrichtenforum: Aktionen und Projekte ,

Nachrichten

MUSEEN

Eigentlich sollte im rekonstruierten BERLINER STADTSCHLOSS das dortige neue BERLINER HUMBOLDT-FORUM schon im November 2019 seine Pforten öffnen, wenn auch zunächst nur mit zwei Sonderschauen sowie den Restaurant-, Bistro- und Shopbereichen. Wegen baulicher Verzögerungen war jedoch bereits im Frühjahr 2019 absehbar, dass zu diesem Herbst-Termin eine rechtzeitige Inszenierung der geplanten Berlin-Ausstellung in der ersten Etage „produktionstechnisch nicht mehr möglich“ gewesen wäre, und eine Elfenbeinausstellung hätte ebenfalls „nicht vor Frühjahr 2020“ eröffnet werden können. Dann musste schließlich der genannte Eröffnungstermin komplett verschoben werden, wegen „Verzögerungen und Defekte bei technischen Anlagen wie Heizung und Kühlanlagen“, wie der Berliner „Tagesspiegel“ meldete. Als möglicher Eröffnungstermin wurde zuletzt immerhin „Herbst 2020“ genannt; das Arrangement der Ausstellungen erfolgt anschließend in mehreren Etappen bis 2021. Allein die Stiftung Preußischer Kulturbesitz muss durch die Verzögerung 6 Mill. Euro zusätzlich einplanen. Auch die Idee von Kulturstaatsministerin Monika Grütters einer dreijährigen Pilotphase mit freiem Eintritt wird nur zum Teil umgesetzt, denn hier schert das Land Berlin aus: zum Besuch der Berlin-Ausstellung müsse dennoch Eintritt gezahlt werden, beschloss der Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke), denn sonst müsse das Land Berlin „bei den Kinder- und Jugendtheatern, den Aktivitäten der freien Szene oder der Bezirkskultur“ finanzielle Abstriche machen, was er aber nicht wolle. Doch zur Zeit bewahrheitet sich erst einmal die Prognose, die die „Welt“ schon vor einiger Zeit formulierte, dass nämlich das Humboldt-Forum „nicht wie beabsichtigt eine alte historische Wunde im Herzen der Stadt schließt, sondern vielmehr völlig unnötig eine neue offene Wunde aufreißt, an der dann lange, ja vielleicht jahrzehntelang schmerzhaft herumgedoktert werden wird …“

Die Washingtoner Erklärung von 1998 regelt eine Übereinkunft, um die in der NS-Zeit des beschlagnahmten Kunstwerke (Raubkunst) zu identifizieren, deren Vorkriegseigentümer oder Erben ausfindig zu machen und eine „gerechte und faire Lösung“, z. B. durch Restitution, zu finden. Die Regelung umfasst aber nur Kunstbesitz in öffentlichen Museen, nicht aber in Privatsammlungen, wenn dort die Werke in gutem Glauben angekauft wurden. Nun hat das SPRENGEL-MUSEUM IN HANNOVER im Rahmen seiner „verfemt – gehandelt. Die Sammlung Doebbeke im Zwielicht: Von Corinth bis Kirchner“ eine „Sprechstunde“ für Privatsammler durchgeführt. Eine Provenienz-Forscherin beriet Interessierte, die Fotos ihres Kunstbesitzes mitbrachten, wie man anhand von Signaturen, Datierungen und Aufklebern oder Vermerken auf der Rückseite Rückschlüsse auf die Herkunft eines Werkes und seiner möglichen früheren Stationen im Kunsthandel schließen könne.

Das Hochwasser der Seine hatte immer wieder die Depots des LOUVRE IN PARIS bedroht. Daher hat man nun in Liévin bei Lens, 200 km nördlich von Paris gelegen, einen KUNSTBUNKER angelegt mit Platz für 250.000 Exponate. Für den Bau zeichnet das Architektenbüro Roger Stirk Harbour + Partners verantwortlich. Von den 60 Mill. Euro Baukosten übernimmt der Louvre 34,5 Mill. Euro, die EU schießt 18 Mill. Euro hinzu, den Rest müssen regionale Stellen im Großraum Lens-Liévin begleichen. Der Umzug in das neue Depot begann Ende Oktober 2019 und soll 2024 abgeschlossen sein.

Bis zum 24. Juli 2020 zeigt die ALTE PINAKOTHEK IN MÜNCHEN unter dem Titel „Von Goya bis Manet. Das 19. Jahrhundert“ rund 90 Werke aus den Beständen der Neuen Pinakothek. Deren Gebäude wird bis 2025 saniert, doch wie so oft bei öffentlichen Bauvorhaben herrscht auch hier keine Gewissheit, ob der geplante Zeitrahmen auch eingehalten wird. Ebenfalls 2025 soll die Sanierung des DEUTSCHEN MUSEUMS IN MÜNCHEN beendet sein.

Die HAMBURGER DEICHTORHALLEN feiern ihr 30jähriges Jubiläum. Flankiert wird dieses Ereignis durch die Ausstellung „Baselitz – Richter – Polke – Kiefer. Die jungen Jahre der alten Meister“ (bis 5. Januar 2020). Ergänzt wird die Schau durch eine kleine Sonderausstellung mit Fotografien, Film, Postern, Gästebüchern und Katalogen, die die Geschichte der Gebäude und das Ausstellungsprogramm der Deichtorhallen Revue passieren lässt.

Der Förderkreis der Deichtorhallen e.V. führt eine Jubiläumsauktion durch und der Freundeskreis des Hauses der Photographie, der sein 25. Jubiläum feiert, veranstaltet ein Jubiläumssymposium. Im Haus der Photographie der Deichtorhallen ist zeitgleich vom 31. Oktober 2019 bis zum 1. März 2020 die Ausstellung „Paolo Pellegrin – Un’antologia“ zu sehen.

KULTURPOLITIK

Im zweiten Halbjahr 2020 übernimmt Deutschland die Ratspräsidentschaft in der EU. Aus diesem Anlass hat Bundesaußenminister Heiko Maas den Künstler ÓLAFUR ELÍASSON beauftragt, ein EUROPAWEITES GESAMTKUNSTWERK zu schaffen. Vor allem Elíassons Beschäftigung mit „Demokratie, der Natur und den Folgen des Klimawandels“ hat für die Auswahl eine Rolle gespielt. Das Goethe-Institut begleitet das Projekt, für das derzeit noch keine Einzelheiten feststehen. Aktuell ist in der Tate Modern in London die Ausstellung „Olafur Eliasson: In Real Life“ bis 05.01.2020 zu sehen.

„Wir müssen nach entsprechenden Recherchen davon ausgehen, dass der designierte Preisträger Anhänger der BDS-Bewegung ist und mehrfach an Maßnahmen zum kulturellen Boykott Israels beteiligt war“, zitiert die „Aachener Zeitung“ den Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU): aus diesem Grund zog sich die Stadt Aachen aus der Verleihung des AACHENER KUNSTPREISES an den libanesisch-amerikanischen Künstler WALID RAAD (52) zurück. Immerhin ist der Preis mit 10.000 Euro dotiert. Dass die BDS-Bewegung zum Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen gegen Israel aufruft, erinnert die Bundestagsabgeordneten von CDU / CSU, SPD, FDP und großer Teile der Grünen an „die schrecklichste Phase der deutschen Geschichte.“ Die BDS stelle das Existenzrecht Israels infrage und dies dürfte man hier zu Lande „nicht laufen lassen“, befand auch der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD). Die Aachener Zeitung berichtet, OB Philipp habe den Künstler Raad gebeten, „seine Position zur BDS-Bewegung“ zu erklären, doch dieser habe darauf „nicht nur ausweichend“, sondern auch „mokant und süffisant“ geantwortet, was dann wohl den endgültigen Ausschlag für die Entscheidung zum städtischen Rückzug aus der Preisverleihung gab. Die Freunde des Ludwig Forums für Internationale Kunst e.V. als Ausrichter des Preises entschlossen sich dazu, den Preis trotzdem an Raad zu verleihen, mussten aber dafür in ein Aachener Hotel ausweichen, da das Ludwig Forum für internationale Kunst seine Räume nicht dafür zur Verfügung stellen wollte. Der Ausrichter-Verein will nun erreichen, dass die eigentlich mit dem Preis verbundene Ausstellung doch noch im Ludwig Forum stattfinden kann. Raad würde dann die Kontroverse zum Thema dieser Ausstellung machen. Die Stadt Aachen hält allerdings den Briefwechsel zwischen Raad und dem OB geheim.

HEIKE KLUSSMANN, Kasseler Kunstprofessorin, verklagte den Fußballverein Fortuna Düsseldorf wegen URHEBER-RECHTSVERLETZUNG und bekam, wie die „WZ“ meldete, „teilweise recht“. Die Künstlerin hatte die Düsseldorfer U-Bahn-Station „Heinrich-Heine-Allee“ mit dem Entwurf eines Fliesenmusters gestaltet. Der Verein übernahm das Muster zur Gestaltung seiner Trikots, und das Gericht befand, „das Trikot ähnele so stark“ ihrem Werk, dass sie „Anspruch auf Entschädigung habe“. Allerdings hielt das Gericht die von Klussmann geforderte Summe von 50.000 Euro für zu hoch und schlug vor, die beiden Kontrahenten mögen sich außergerichtlich einigen. Fortuna Düsseldorf hatte zunächst nur 15.000 Euro angeboten, signalisierte aber nun, die Summe noch aufstocken zu wollen. Wird zwischen den beiden Parteien dennoch keine Einigung erzielt, will das Gericht am 27. November 2019 ein Urteil fällen.

HOCHSCHULEN

Während der Documenta 2017 hat laut HNA-Hessisch Niedersächsische Allgemeine der Kasseler AfD-Stadtverordnete Thomas Materner den Obelisken des Bildhauers Olu Oguibe auf dem Königsplatz als „ideologisch polarisierende, entstellte Kunst“ abqualifiziert. Darüber empörten sich viele, löste doch das Adjektiv „entstellt“ eine Assoziation zur Vokabel „entartet“ aus, mit der einst die Nazis die moderne Kunst diffamierten. Der Kurator jener Documenta ADAM SZYMCZYK und der Künstler OLU OGUIBE führten dazu ein Seminar an der HGB LEIPZIG durch. Als Ergebnis und Abschluss des Seminars präsentiert eine Projektgruppe mit Studierenden im Dezember 2019 in der HGB-Galerie eine Ausstellung. Beteiligt sind Felix Almes, Juana Anzellini, Kea Bolenz, Sophia Eisenhut, Tobias Fabek, Marc-Anton Gnädinger, Zeno Gries, Julie Hart, Tobias Klett, Christian Kölbl, Oscar Lebeck, Adrian Lück, Mayriam Mayer, Benedict Rheinhold, Jonas Roßmeißl, Simon Rüger, Carsten Saeger, Andreja Saltyte, Ramona Schacht, Johanna Mai Schmidt, Sebastian Schmidt, Phil Stahlhut, Stephen Stahn, Jens-Martin Triebel, Matteo Visentin unter Mitwirkung von Ilse Lafer, Kilian Schellbach, Arthur Zalewski u.a.

Zum Thema ADORNO UND DIE MEDIEN richtet die HfG Karlsruhe am 13. und 14. Dezember 2019 eine internationale Konferenz aus. „Als Philosoph und Soziologe diskutierte Adorno das Schicksal der Öffentlichkeit und des autonomen Individuums unter Bedingungen einer industrialisierten Medienproduktion in zahlreichen medialen Interventionen: Interviews und Vorträge, die von einer breiten Öffentlichkeit rezipiert wurden und mittlerweile legendären Status haben … Seit den 1940er Jahren war „Kulturindustrie“ der Schlüsselbegriff, mit dem Adorno und Horkheimer die Art und Weise charakterisierten, wie sich die Logik der Warenproduktion und des Marktes in die Struktur eines mediatisierten Kulturkonsums und in die Produktion und Bildung von Subjektivität selbst einschrieb. Um diesen Begriff herum kristallisierte sich eine der bisher schonungslosesten Interpretationen moderner Medien heraus …“ Grundsatzvorträge halten Josef Früchtl (Universität van Amsterdam), Christian Fuchs (University of Westminster), Samir Gandesha (Simon Fraser University, Vancouver), Angela Keppler (Universität Mannheim) sowie Christiane Voss (Bauhaus-Universität Weimar).

Am Mittwoch, 20. November 2019, findet von 18.30 bis 20 Uhr im Hörsaal der KUNSTHOCHSCHULE KASSEL eine Vortragsveranstaltung mit Diskussion statt. Thema: „Eine Frage der Haltung. Eine Vision für das documenta Institut aus Sicht der Kunsthochschule Kassel“. Es sprechen: Rektor Joel Baumann, Prorektor Alexis Joachimides, Dierk Schmidt (Professor für Bildende Kunst) und Nora Sternfeld (documenta-Professorin). Mit Beiträgen von Gabriele Franziska Götz (Professur für Redaktionelle Gestaltung) und Hendrik Dorgathen (Professur für Illustration und Comic).

PHILIPPE PIROTTE kündigte für den 31. März 2020 seinen Rücktritt als REKTOR DER FRANKFURTER STÄDELSCHULE an. Er wolle sich künftig wieder mehr mit der Forschung und dem Kuratieren von Ausstellungen beschäftigen und außerdem mehr Zeit für seine Familie haben. In Frankfurt war Pirotte fünf Jahre lang Rektor; zudem berät er die Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam. Über die Asien-Afrika-Konferenz in Bandung 1955 und die damit verbundenen künstlerischen und kulturellen Entwicklungen bereitet er zur Zeit eine große Ausstellung für das University of California, Berkeley Art Museum & Pacifi c Film Archive vor.

KUNSTFORUM-Autor JÜRGEN RAAP hält im November 2019 an der ALANUS HOCHSCHULE FÜR KUNST UND GESELLSCHAFT ein Gastseminar „Wege zum Ruhm“ (12.11. und 27.11.2019). Die Einführung in die künstlerische Berufskunde umfasst Erläuterungen der Strukturen des Kunstbetriebs, Zusammenarbeit mit Galerien, Pressearbeit, Künstlersozialkasse, Kunstpreise und Wettbewerbe, Aspekte des Urheber- und Steuerrechts etc.

CHRISTIAN BAUER übernahm zum Winter semester 2019/2020 die Professur für Designgeschichte und Designtheorie an der Hochschule der BILDENDEN KÜNSTE SAAR. In den vergangenen beiden Semestern hatte er dieses Lehrgebiet als Vertretungsprofessor betreut. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Rolf Sachsse an, der dort 2017 ausschied.

JAN BOELEN verlässt im Herbst 2019 das Z33 House for Contemporary Art in Hasselt (Belgien), wo er seit 2001 wirkte, und wird dann neuer REKTOR AN DER HFG_HOCHSCHULE FÜR GESTAL-TUNG KARLSRUHE. Der studierte Produktdesigner Boelen war u.a. Kurator der 4th Istanbul Design Biennial mit dem programmatischen Titel „Design as Learning. A School of Schools“. Er ist außerdem seit vielen Jahren Dozent an niederländischen und belgischen Kunsthochschulen und berät die Geschäftsführer und Vorstände von Philips Light und Vitra im Bereich Innovationen und möglicher Zukunftsstrategien. https://www.hfg-karlsruhe.de

Das Land Niedersachsen und die HOCHSCHULE FÜR BILDENDE KÜNSTE BRAUNSCHWEIG haben im Rahmen des DOROTHEA-ERXLEBEN-PROGRAMMS drei Stipendien für den Zeitraum von 2019 bis 2021 vergeben. Aus 101 Bewerbungen wurden Helene Appel (Malerei), Pauline M’Barek (Performance) und Kerstin Ergenzinger (Klangkunst) ausgewählt. Das Stipendienprogramm trägt „zur Chancengleichheit für Frauen an den Hochschulen bei. Die Künstlerinnen beteiligen sich im Rahmen dieses Stipendiums über zwei Jahre an Lehre und Forschung der Hochschule und sind verpfl ichtet, einen Lehrauftrag bis zu zwei Semesterwochenstunden anzunehmen. Zum Abschluss stellen sie ein künstlerisches Projekt in einer Ausstellung, Aufführung oder in einer anderen äquivalenten Form vor.“

BIENNALEN

Die 13. MANIFESTA-BIENNALE findet 2020 zum ersten Mal in Frankreich statt, und zwar in Marseille. Die Schirmherrschaft hat Emmanuel Macron übernommen, Präsident der Französischen Republik. Die Manifesta 13 steht unter dem Titel „Traits d’union.s“. Das künstlerische Team besteht aus Alya Sebti, Direktorin der Berliner ifa-Galerie, der Architektin Marina Otero Verzier, Direktorin für Forschung und Entwicklung am Het Nieuwe Instituut in Rotterdam, Niederlande, Katerina Chuchalina, Chefkuratorin der V-A-C-Stiftung in Moskaus und Venedig, und Stefan Kalmár, Direktor des ICA in London. Sie planen eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen wie dem Musée Cantini, dem Centre de la Vieille Charité, dem Musée Grobet-Labadié, dem Muséum d’Histoire Naturelle, dem Musée des Beaux-Arts und dem Conservatoire National à Rayonnement Régional de Marseille. „Museen spielen heute eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft, um Menschen zusammenzubringen und ihnen zu helfen, die Komplexität der Welt um uns herum zu verstehen. Der aktuelle Diskurs um Museen verschiebt sich dabei zunehmend, damit Institutionen integrativer, vielfältiger und kooperativer werden. Die Entscheidung, mit einer Reihe von Veranstaltungsorten in Marseille, darunter viele der führenden Museen, zusammenzuarbeiten, beruht unter anderem auf der Idee, Bühnen zu schaffen, auf denen Geschichten erzählt werden können, bestehende Handlungsstränge entwirrt und neue Allianzen gebildet werden.“

Die SINGAPORE BIENNALE (22.11.2019– 22.03.2020) wird seit 2006 ausgerichtet. Künstlerischer Leiter der jetzigen Ausgabe ist Patrick Flores, der zusammen dem kuratorischen Team Andrea Fam, Renan Laru-An, Anca Verona Mihulet, Vipash Purichanont, Goh Sze Ying und John Tung das Programm verantwortet. Auch hier sind mehrere Orte im Stadtraum für die Veranstaltung reserviert, die unter dem Motto „Jeder Schritt in die richtige Richtung“ steht.

Bis zum 1. Dezember 2019 zeigt die TORONTO BIENNIAL mehr als 100 künstlerische Beiträge an 10 verschiedenen Orten, die meisten davon an der Wasserfront des Ontariosees. Die Beteiligten kommen aus Brasilien, Frankreich, Deutschland, Guatemala, dem Iran, Thailand, der Türkei und den USA, außerdem aus den indigenen Gemeinschaften in Kanada, Mexiko, Kolumbien und Neuseeland. Damit soll die traditionelle kulturelle Diversität der 2,6 Mill. Einwohner-Stadt betont werden.

Vom 14. März bis zum 8. Juni 2020 findet unter der künstlerischen Leitung von Brook Andrew die BIENNALE OF SYDNEY unter dem Motto „NIRIN“ statt. Vor 250 Jahren, d. h. im Jahre 1770 betraten der Seemann James Cook (1728–1779) als erste Europäer den Boden von Neu-Holland, wie Australien nach seinen Entdeckern damals noch hieß. 1778 gründeten die Briten Sydney als Sträflingskolonie. Vor diesem dominanten historischen Hintergrund entfaltet sich unter dem

Stichwort „NIRIN“ als „inspirierende Reise“ mit einer Erzählung, die „westliche Kartierungen“ neu bewertet und „Orte des Seins“ behandelt, die „oft ignoriert oder unsichtbar gemacht werden.“ Inhaltlich gliedert sich „NIRIN“ in die sieben Themen „Erde“ im Sinne von „Souveränität und Zusammenarbeit“, „Fluss / Umwelt“, „Essen“, „Heilung“, „Kraft der Ideen-Kraft der Objekte“, „Transformation“ sowie „Verschiedene Geschichten“. Es nehmen teil: Tony Albert, Maria Thereza Alves, Lhola Amira, Sammy Baloji, Huma Bhabha, Blacktown Native Institution, Anna Boghiguian, Eric Bridgeman, Victoria Santa Cruz, Léuli Eshrãghi, Jes Fan, Nicholas Galanin, Fátima Rodrigo Gonzales, Lawrence Abu Hamdan, Arthur Jafa, Hannah Catherine Jones, Bronwyn Katz, Mayun Kiki, Kylie Kwong, Barbara McGrady, Ibrahim Mahama, Teresa Margolles, Misheck Masamvu, Katarina Matiasek, Jota Mombaça, Prof Sir Zanele Muholi, The Mulka Project, S. J Norman, Taqralik Partridge, Laure Prouvost, Lisa Reihana, Latai Taumoepeau, sowie Gina Athena Ulysse.

FATOS ÜSTEK, Direktorin und Chefkuratorin der David Roberts Art Foundation, ist neue Leiterin der LIVERPOOL BIENNIAL (11.07.–25.10.2020). Sie war Associate Curator der Gwanju Biennale 2014 in Südkorea und ist aktuell Direktorin und Chefkuratorin der David Roberts Art Foundation. Gastkuratorin der Biennale ist Manuela Moscoso.

Für die RIBOCA RIGA – INTERNATIONAL BIENNIAL OF CONTEMPORARY ART (16.05.–11.10.2020) wurde REBECCA LAMARCHE-VADEL als Chefkuratorin berufen. Sie war bis 2019 Kuratorin am Palais de Tokyo in Paris; zu ihren wichtigsten Ausstellungen zählt man „ON AIR“ mit Tomás Saraceno. Inhaltlich knüpft diese Biennale an die Vorläuferveranstaltung an, d. h. mit einem Focus auf Europa und gleichzeitig auf die regionale Kunst in den baltischen Staaten und deren Geschichte.

DAVID CAMPANY ist Kurator der BIENNALE FÜR AKTUELLE FOTOGRAFIE (29.02.– 26.04.2020). Die Veranstaltung trägt den Titel The Lives and Loves of Images und wird an den Kunstorten von Mannheim. Ludwigshafen und Heidelberg ausgerichtet. „2017 fand die Biennale für aktuelle Fotografie in der Nachfolge des Fotofestivals Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg erstmals statt… Die Biennale für aktuelle Fotografie zeichnet sich durch die Konzepte der zweijährig wechselnden Gastkuratoren aus, die immer wieder neue Aspekte der zeitgenössischen Fotografie behandeln 2020 nehmen der Heidelberger Kunstverein, Kunsthalle Mannheim, Kunstver-ein Ludwigshafen, Port25 – Raum für Gegenwartskunst (Mannheim), Wilhelm-Hack-Museum (Ludwigshafen) sowie der Zephyr –Raum für Fotografie in den Reiss-Engelhorn-Museen (Mannheim) an der Veranstaltung teil. Die kuratorische Leitung liegt bei David Campany.

Zur SESC_VIDEOBRAZIL IN SAO PAULO (09.10.2019–30.01.2020) wurden aus mehr als 2000 Einreichungen 55 Künstler ausgewählt. „Communidades Imaginadas“ (Erdachte Gemeinschaften) lautet das Leitthema. Außerhalb des Festivals ergänzen Ausstellungen, darunter auch Wanderausstellungen mit weiteren Stationen, Workshops, Seminare Fernsehshows, Dokumentarfilmprogramme und diverse Publikationen die Veranstaltung. Biennale-Ort in Sao Paulo ist Sesc 24 de Maio und Galpão VB. Die künstlerische Leitung liegt bei Solange Frakas. Ihr steht ein kuratorisches Team mit Luisa Duarte, Gabriel Bogossian und Miguel López zur Seite.

MESSEN

Die ART DÜSSELDORF 2019 ist für den 15. bis 17. November 2019 angekündigt. 91 etablierten und jungen Galerien haben ein Spektrum von der Nachkriegskunst ab 1945 bis zur Gegenwart im Angebot. Im vergangenen Jahr kam gut ein Drittel der Aussteller aus Nordrhein-Westfalen, doch neben diesem regionalen Schwerpunkt hat die Messe den Anspruch einer internationalen Ausrichtung. Nachdem die Baseler MHC Group im vergangenen Jahr als strategischer Partner ausgestiegen ist, haben deren Anteile die Londoner Messeveranstalter Sandy Angus und Tim Etchells übernommen. Angus und Etchells sind Gründer der Art Hongkong und engagieren sich mit ihren Messen vor allem im asiatischen Raum. Der Art Düsseldorf-Macher Walter Gehlen verspricht sich durch die neue Partnerschaft „neue Marktpotenziale” und einen „Zugang zu wichtigen Sammlern im asiatisch-pazifischen Raum”.

Die ART BASEL MIAMI (05.–08.12.2019) wird als Filialveranstaltung der Basler Muttermesse seit 202 in Florida ausgerichtet gibt seit vielen Jahren in der Messewoche von Miami den Ton an. Südamerikanische Sammler besser erreichen zu können war damals der Grund der Basler Messemacher für den Auftritt mit einer Übersee-Dependance; anfangs noch mit einem überschaubaren Teilnehmerfeld. Doch schon bald erlangte die Veranstaltung eine Führungsrolle gegenüber den lokalen Co-Messen. Im vergangenen Jahr bestand die Ausstellerliste der Art Basel Miami Beach aus 268 Galerien; fast alle sind sogenannte Global Player, und was sie an den vier Messetagen dort ausstellen, wird von Insidern auf einen Gesamtwert von 3 Milliarden Dollar taxiert. Junge Galerien können hier zwei Jahre lang zu ermäßigten Gebühren ihre Kojen beziehen, doch dann müssen sie sich allein auf dem harten Markt behaupten. Die ART MIAMI (03.–08. 12.2019) ist mit 160 Teilnehmern deutlich kleiner, tritt aber mit einer zeitgleichen Schwestermesse CONTEXT MIAMI an, die den Schwerpunkt auf Künstler in der Mitte ihrer Karriere und eine Ausstellerliste mit knapp 100 aufstrebenden Galerien legt. Die AQUA ART MIAMI (04.–08.12.2019) beschränkt sich auf 52 Teilnehmer, die in einem klassischen Strandhotel ausstellen und dafür Räume zur Verfügung haben, die sich um einen luftigen Innenhof gruppieren. Die SPECTRUM MIAMI (04.–08.12.2019) im Wynwood Arts Disctrict gibt sich mit Art Labs, Meet the Artist-Sitzungen und Live-Demonstrationen, Musik etc.bewusst ein Entertainment-Flair. 75 Galerien bespielen die Stände auf der RED DOT MIAMI (05.–09.12.2019), die aber jedes mal 20.000 bis 30.000 Besucher anlockt. 95 Galerien mit progressiver Kunst listet die PULSE MIAMI (05.–08.12.2019), während die PIN-TA MIAMI (04.–08.12.2019) sich auf kuratierte Projekte spezialisiert.

Vom 16. bis zum 24.11.2019 lockt die FERIARTE MADRID mit einem Teilnehmerfeld von etwa 90 Ausstellern Sammler von Kunst und Antiquitäten an. Das Angebot reicht von antiken Möbeln, Juwelen bis zu Jugendstil, Art déco und etablierter zeitgenössischer Kunst.

Die ABU DHABI ART (21.–23.11.2019) wird vom örtlichen Department für Kultur und Tourismus organisiert, das auch die Museen des Landes betreut. Die Messe ist in die Sektoren „Moderne und Gegenwart” für etablierte Galerien, die länger als sieben Jahre existieren, „Spezielle Projekte“ und „Focus“ unterteilt. Der Bereich „Spezielle Projekte“ ist für Solo-Shows und kuratierte Projekte mit max. zwei Künstlern reserviert. Galerien, die sich hierfür bewerben, müssen schon mindestens seit drei Jahren bestehen. An „Focus“ können Aussteller nur auf Einladung des Kurators teilnehmen.

Unter dem neuen Namen COLOGNE FINE ART & DESIGN (21. bis 24.11.2019) tritt in diesem Jahr die Kölner Herbstmesse an und macht damit deutlich, dass ihr Angebot künftig mehr Design umfasst. Früher war die Veranstaltung eine reine Antiquitätenmesse gewesen, die sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr auch der zeitgenössischen geöffnet hat, und die nun „die wichtige Rolle der angewandten Kunst im ausgehenden 19. und besonders auch im 20. Jahrhundert unterstreichen“ will. Eine Sonderschau ist dem 100jährigen Bauhaus-Jubiläum gewidmet.

Die PERFORMA BIENNALE findet vom 1. bis zum 24. November 2019 an verschiedenen Örtlichkeiten im Stadtgebiet von New York statt. Dazu sind die Organisatoren eine Partnerschaft mit 40 Institutionen eingegangen. Auch dieses Festival reflektiert das 100jährige Bauhaus-Jubiläum – denn das Bauhaus war die erste Kunsthochschule, die eine eigene Theaterklasse hatte: an den deutschen Werkkunstschulen und Hochschulen für Angewandte Kunst konzentrierte man sich nur auf einzelne Segmente wie Bühnenbild oder Kostümbild, doch am Bauhaus wollte Walter Gropius das bürgerliche Sprechtheater durch ein „Totales Theater“ ersetzen, das eher einen mixed medialen Charakter hatte mit Lichtperformances und anderen Bühnenexperimenten und damit den historischen Ursprung der Theater Peformance bildet. Daran anknüpfend geht während des New Yorker Festivals das Performa Institute der Frage nach, was eine Kunsthochschule im 21. Jahrhundert leisten solle.

GALERIEN

„Making Truth“ lautet das Motto der VIEN-NA ART WEEK 2019 (15.–22. November 2019), die sich in Zeiten, in denen Fake News Hochkonjunktur feiern, auf die Suche nach der Wahrheit in der Kunst begibt. Das Programm der VIENNA ART WEEK reicht auch in diesem Jahr von Ausstellungen, Diskussionen, Touren und Ausstellungsrundgängen, Atelierführungen, Vorträgen und Diskussionen bis hin zu Symposien und Interventionen im öffentlichen Raum. Zum 15-jährigen Jubiläum der Kunstwoche zeigt sich die Vielfalt der in Wien basierenden Kunstinstitutionen, Akademien, Galerien, Kunsträume sowie Künstlerinnen und Künstler. An zwei Tagen bieten die Open Studio Days die einmalige Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen künstlerischer Produktion zu werfen. Rund 140 Künstlerinnen und Künstler öffnen dafür ihre Räumlichkeiten. Ein kuratierter Ausstellungsparcours führt zu 14 ausgewählten Ateliers, in denen neue Arbeiten zum Motto der Kunstwoche präsentiert und im Rahmen von Artist Talks diskutiert werden. Dir künstlerische Leitung der ART WEEK hat Robert Punkenhofer, Kuratorin ist Angela Stief. www.viennaartweek.at

RUDOLF ZWIRNER, 86, von den 1970er bis in die 1990er Jahre einer der wichtigsten Galeristen in Europa, veröffentlicht im Kölner Wienand-Verlag eine Autobiografie „Ich wollte immer Gegenwart“. 1956 hatte Zwirner ein Volotariat in der Galerie von Hein Stünke begonnen, arbeitete später in Paris in der Galerie von Heinz Berggruen und war 1959 Generalsekretär der Kasseler Documenta. Im gleichen Jahr eröffnete er eine eigene Galerie in Essen, mit der er 1962 nach Köln umzog, war dort auch 1967 Mitbegründer des Kölner Kunstmarkts (heute Art Cologne), der weltweit ersten Messe für zeitgenössische Kunst. Seine Buchpräsentationen fanden in Köln in seinen ehemaligen Räumen in der Albertusstr., heute die Galerie Priska Pasquer und im Tagesspiegel-Salon und in der Villa Grisebach, beide Berlin statt.

In der jüngsten Ausgabe des KUNSTKOM-PASS des Wirtschaftsmagazins „Capital“ liegt Gerhard Richter als weltweit wichtigster Künstler nach wie vor auf Platz 1, und dies seit nunmehr 16 Jahren. Auf Platz 2 ist Bruce Nauman notiert, gefolgt von Georg Baselitz (Platz 3) und Rosemarie Trockel (Platz 4). Die weiteren Plätze unter den ersten Zehn belegen Cindy Sherman, Tony Cragg, Anselm Kiefer, Olafur Eliasson, William Kentridge und Pipilotti Rist. Parameter für die „Ruhmespunkte“ sind Ausstellungen in den weltweit bedeutendsten Museen, Teilnahmen an internationalen Großausstellungen wie Biennalen oder der Documenta und Monografien in der Fachpresse. Galerieausstellungen und Auktionsergebnisse werden nicht berücksichtigt – denn künstlerischer Ruhm beruht nicht auf kurzfristigem kommerziellen Erfolg, sondern auf musealen Weihen. 1970 gründete der Journalist Willi Bongard den „Kunstkompass“. Das Projekt wird heute von seiner Witwe Linde Rohr-Bongard weiter geführt.

JOHANN KÖNIG, Berliner Galerist, eröffnet am 9. November 2019 eine Dependance in Tokio. Die Eröffnungsausstellung dort bestreitet der Fotograf Jürgen Teller bis zum 20. Januar 2020. Partner ist die Münchener Designfirma MCM; die sich auf Handtaschen, Lederwaren und Reisegepäck spezialisiert hat. Mit dem Projekt wollen König und MCM Künstler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dem japanischen Publikum näher bringen.

Neben ihren Dependancen in Köln und Berlin betreibt die GALERIE NAGEL DRAXLER nun auch einen dritten Standort in München, und zwar in der Türkenstr. 43. Die erste Ausstellung dort bestreiten Mark Dion und Christine Wang zum Thema Klima wandel. Christian Nagel kehrt damit zu seinen biografischen Wurzeln zurück: er hat dort bereits Mitte der 1980er Jahrre Ausstellungen organisiert, bevor er 1990 nach Köln zog, damals noch die führende Kunststadt im deutschsprachigen Raum. Dort zeigte er vor allem Künstler in der Richtung der „Institutionskritik“ und die jüngeren Positionen wie jene von Michael Krebber, Christian Philipp Müller, Andrea Fraser oder Heimo Zobernig, Martha Rosler. Nach der Eröffnung einer Filiale in Berlin 2002 folgte 2009 der Zusammenschluss mit Saskia Draxler und einer entsprechenden Namensänderung der Galerie 2013.

DOROTHEA VAN DER KOELEN, Galeristin in Mainz, wurde dort zum 40jährigen Jubiläum ihrer Galerie und für ihre Verdienste als Kunstvermittlerin mit einer Nachbildung des Gutenberg-Denkmals in Form einer Statuette ausgezeichnet.

Die Berliner GALERIE BARTHEL + TETZNER GmbH feiert in diesen Wochen ihr dreißigjähriges Bestehen. Gunar Barthel ist bereits seit 40 Jahren Galerist und stellte von 1979 –1987 in der DDR (in der „galerie oben“) und dann seit 1989 in West-Berlin die nonkonformen Künstler aus der DDR aus. 1987 wurde Barthel aus der DDR ausgebürgert – die Galerie im damaligen Westteil der noch geteilten Stadt eröffnete er drei Wochen vor dem Mauerfall.

BANKSYS STREET ART-MOTIVE und seine anderen Arbeiten sind häufig sehr genau pointierte Kommentare zum Zeitgeschehen. Das lässt sich auch über sein Gemälde „Devolved Parliament“ sagen, denn für das, was der amtierende britische Premier Boris Johnson und die Tory-Hardliner bei den Sitzungen im Unterhaus in Sachen Brexit-Streit bisweilen bieten, gibt es in der deutschen Sprache die sinnbildliche Umschreibung „Affentheater“. So hat Banksy solch eine Parlamentssitzung als Versammlung von Schimpansen dargestellt, dies allerdings schon 2009, als er das 4 Meter lange Bild erstmals im Bristol Museum ausstellte. Doch mit den Brexit-Raufereien, die sich Londons politische Klasse seit Monaten leistet, gewann diese bildnerische Satire nun an neuer sarkastischer Schärfe: das Bild wurde daher im Herbst 2019 erneut öffentlich ausgestellt und anschließend bei Sotheby’s versteigert. Die Taxe lag bei 1,5 bis 2 Mill. Pfund (ca. 1,7 bis 2,2 Mill. Euro); der Hammerschlag erfolgte schließlich bei 9,8 Mill. Pfund. Für Alex Branczik, Leiter der Europa-Abteilung mit zeitgenössischer Kunst bei Sotheby’s, ist Banksy ein „moderner Voltaire“, und er attestiert dem Künstler eine „Leichtigkeit und visuelle Ironie, die die kompliziertesten politischen Situationen der Gesellschaft in ein einziges, täuschend einfaches Bild verwandelt, das in unserem Zeitalter der sozialen Medien leicht verständlich ist“. Unabhängig davon, wie man selbst zum Brexit stünde, gäbe es „keinen Zweifel daran, dass diese Arbeit heute relevanter ist als je zuvor, indem sie beispiellose Ebenen des politischen Chaos erfasst und Banksy als den satirischen Polemiker unserer Zeit bestätigt.“

PERSONALIEN

ANDREA LISSONI wird im April 2020 neuer Direktor am Haus der Kunst in München. Lissoni war als Senior Curator für Film und internationale Kunst an der Tate Modern tätig und etablierte dort eine neue Kino-Reihe, war auch wesentlich an der Präsentation der Sammlung im Anbau beteiligt und arbeitete 2018 an der Joan Jonas-Ausstellung mit. Neben seiner Expertise im Bereich der modernen und zeitgenössischen Kunst fand die Findungskommission vor allem lobende Worte für seine Fokussierung auf die künstlerische Kraft seines Programms, die er mit leisen Tönen umzusetzen weiß. Lissoni bestreitet damit die Nachfolge Okwui Enwezors, der im März dieses Jahres nach schwerer Krankheit und mit nur 55 Jahren verstarb.

HUANG YONG PING, chinesischer Konzept- und Installationskünstler, starb im Alter von 65 Jahren in Paris. Er hatte sich intensiv mit Joseph Beuys, John Cage und Marcel Duchamp beschäftigt und gründete 1986 gemeinsam mit Cha Lixiong, Liu Yiling, Lin Chun und Jiao Yaoming Künstlergruppe Xiamen Dada, die bis 1989 bestand und nach dem Motto arbeitete: „Zen ist Dada, Dada ist Zen“. Nach dem Massaker auf dem Tiananmen-Platz blieb er in Frankreich. 1997 nahm er an den Skulptur-Projekten Münster teil, 1999 und 2009 an der Biennale von Venedig. 2016 erhielt er den Kölner Wolfgang Hahn-Preis. Heinz-Norbert Jocks veröffentlichte Interviews mit Huang Yong Ping in KUNSTFORUM Bd. 225.

PETER LINDBERGH, Fotograf, starb im Alter von 74 Jahren. Er prägte die Ästhetik der Modefotografie vor allem mit Schwarz-Weiß-Bildern und arbeitete für Modeschöpfer wie Jean-Paul Gaultier und Giorgio Armani sowie für Magazine wie „Vogue“ und „Vanity Fair“ sowie den „Stern“. Vor seiner Kamera posierten Models wie Claudia Schiffer, Naomi Campbell und Kate Moss. Studiert hatte er Malerei an der Kunsthochschule in Krefeld und konzentrierte sich um 1969 / 1970 zunächst auf Konzeptkunst, bevor er sich 1971 der Fotografie zuwandt.

CHRISTIAN BOLTANSKI wurde 75 Jahre alt. Bekannt wurde er als Konzeptkünstler, Fotograf und Bildhauer mit einer „Erinnerungskunst“, bei der er in Installationen aus abgenutzten Kleidern, rostigen Kisten mit Registriernummern und anonymen Fotos die Themen Holocaust, Vergänglichkeit, Tod und Erinnerung visualisiert. In den 1980er Jahren konzentrierte er sich als Bildhauer auf großformatige schattenartige Silhouettenfiguren. Er nahm an der Kasseler Documenta 1972, 1997 und 1987 teil. 2011 gestaltete er den französischen Pavillon auf der Biennale von Venedig. Sein jüngstes Projekt hat er im November 2018 in der Völklinger Hütte realisiert: die beiden Installationen „Zwangsarbeiter“ und „Hüttenarbeiter“ sind als Erinnerungsort für die 12.000 Zwangsarbeiter während der NS-Zeit und für die Stahlkocher in der Epoche des Industriezeitalters zu verstehen.

THOMAS STRUTH feierte seinen 65. Geburtstag. Passend zu diesem Jubiläum hat er bis zum 19. Januar 2020 eine große Überblickaausstellung im Museum von Bilbao. Struth studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie zunächst Malerei bei Gerhard Richter und dann Fotografie in der Becher-Klasse. Auf eine digitale Nachbearbeitung seiner zumeist großformatigen Arbeiten verzichtet er konsequent. Durch seine Teilnahmen an der Biennale von Venedig 1990 und der Kasseler Documenta 1992 konnte er seinen internationalen Bekanntheitsgrad steigern.

HEINZ ZOLPER wurde 70 Jahre alt. Mit seiner Künstlerzeitschrift „Palazzo“ und Aktionen wie „Bildende Künstler machen Theater“ im Kölner „Theater Cordial“ prägte er wesentlich die Kölner Kunstszene der 1970er und 1980er Jahre. Bekannt wurde er vor allem mit seinen „Damen“ – Bildern – eine Werkserie mit einem einerseits bewusst stereotypen, andererseits mit vielfältigen Accessoires bestücken Porträt einer blonden Dame. Als er in New York Andy Warhol in dessen Atelier besuchte, versah er hinterher ein Foto davon in der Zeitschrift „Palazzo“ mit der Bildunterschrift: „Wer ist der Unbekannte neben Andy Warhol? Er trägt ein Baumwollhemd von Karstadt“. Seine Galeristin Gudrun Pamme-Vogelsang beschreibt Zolper als tiefgründigen Optimisten und subversiven Humoristen … und Meister der ökonomischen Negation im Kunstbetrieb.

PHILIPP HERZOG VON WÜRTTEMBERG wurde in das Kuratorium der Stiftung der Kunsthalle Tübingen berufen. Er hat in Tübingen an der Eberhard-Karls-Universität studiert und war bis letztes Jahr als Managing Director und Chairman Europa für das Auktionshaus Sotheby’s tätig.

Generationenwechsel im mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien: Eva Badura-Triska, Kuratorin, und Susanne Neuburger, Sammlungsleiterin und Kuratorin, werden sich Ende des Jahres verabschieden. Ihre jahrzehntelange Tätigkeit für das Museum machte dieses zum Besuchermagneten, prägte das aktuelle Ausstellungsprogramm (u. a. „Vertigo“ 25. Mai bis zum 26. Oktober 2019) und soll von einem neuen KuratorInnen-Trio abgelöst werden: HEIKE EIPELDAUER, MARIE-THERESE HOCHWARTNER UND FRANZ THALMAIR. Durch die Fokussierung auf die „zielgruppenspezifische Publikation von Forschungsdaten, die Entwicklung einer innovativen Wissenskommunikation und die interne Vernetzung mit (inter)nationalen Forschungseinrichtungen“ soll eine Konfrontation gegenwärtiger Thematiken vor allem auch im digitalen Raum gefördert werden.

GERHARD RICHTER ist mit einem angeblichen Vermögen von 550 Millionen Euro der reichste Künstler Deutschlands. Dies hat das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ ermittelt, in dessen Rankingliste der 1.000 wohlhabendsten Deutschen Richter auf Platz 378 liegt. Auf vorderen Plätzen dieser Vermögenstabelle finden sich die Kunstsammler Susanne Klatten (Platz 5) und Hasso Plattner (Platz 10). Auch der aus Köln gebürtige und heute in New York lebende Galerist David Zwirner ist in diesem Ranking auf Platz 817 notiert – ihm bescheinigt „Bilanz“ ein Vermögen von 200 Mill. Euro.

LUCA LO PINTO wurde zum Direktor des Museo d’Arte Contemporanea di Roma (MACRO) ernannt. Bis jetzt hat er fast sechs Jahre lang als Kurator für die Kunsthalle Wien gearbeitet, dessen Leiter Nicolaus Schafhausen im März 2019 aus politischen Gründen seinen Posten dort aufgab. Lo Pintos vorerst letzte Ausstellung in Wien „Time is Thirsty“ läuft dort noch bis zum 26. Januar 2020.

ALEXANDER FARENHOLTZ gibt zum Jahresende 2019 aus Altersgründen seinen Posten als Verwaltungsdirektor der Bundeskulturstiftung auf. Farenholtz war von 1989 bis 1993 Geschäftsführer der Kasseler Documenta übte den Posten des Verwaltungsdirektors bei der Bundeskulturstiftung seit 2002 aus. Seine Nachfolgerin dort wird die Germanistin Kirsten Haß. Sie bildet dann zusammen mit der künstlerischen Direktorin Hortensia Völckers ab 2020 den Stiftungsvorstand. Die Bundeskulturstiftung hat ihren Sitz in Halle und verfügt über einen Jahresetat von 35 Millionen Euro zur Förderung internationaler und interdisziplinärer Kulturprojekte.

MATTHIAS KLIEFOTH hat die Verlagsleitung bei DISTANZ übernommen und ergänzt CHRISTIAN BOROS als weiteres Mitglied der Geschäftsführung. Seine Vorgängerin UTA GROSENICK ist zur Edition Cantz gewechselt. Sie hatte den Verlag gemeinsam mit Christian Boros 2010 gegründet. Ab Herbst 2019 ergänzt DISTANZ in Berlin das Verlagsprogramm um neue, eigenverlegerische Publikationsformate. Wie in der Kunst die Welt auf „ihre eigene Art“ hinterfragt und damit das Publikum „zum Nachdenken“ angeregt wird, ist Ausgangspunkt des Verlagsprogramms.

FATIMA HELLBERG, seit 2015 künstlerische Leiterin des Künstlerhauses Stuttgart, wurde zur nächsten Direktorin des BONNER KUNSTVEREINS berufen. Sie übernimmt den Posten von Michelle Cotton, die im April 2019 als Programmdirektorin zum Musee d’Art Moderne Grand-Duc Jean nach Luxemburg wechselte. Hellberg tritt ihre neue Stelle im Dezember 2019 an. Ihr Nachfolger in Stuttgart wird Eric Golo Stone aus Los Angeles.

MADELEINE SCHUPPLI wechselt Ende Januar 2020 vom Aargauer Kunsthaus zur Stiftung Pro Helvetia. Als Leiterin der Abteilung Visuelle Kunst ist dort dann unter anderem verantwortlich für den Auftritt der Schweiz an der Biennale von Venedig sowie für den Kulturaustausch mit dem Ausland.

CAROLA LENTZ ist ab November 2019 neue Präsidentin des Goethe-Instituts und löst dann den jetzigen Leiter Klaus-Dieter Lehmann ab. Die Ethnologin forschte seit den 1980er Jahren in Südamerika und Westafrika; sie ist auf Ethnizität, Nationalismus, Kolonialismus, Erinnerungspolitik, Mittelklassen im globalen Süden und Arbeitsmigration spezialisiert.

PREISE

HANS HAACKE nahm den ARNOLD-BODE-PREIS der documenta-Stadt Kassel entgegen. Die Verleihung fand im Kasseler Kunstverein statt, wo eine Begleitausstellung Originale und Fotografi en zeigte, die Haackes bisherige documenta-Beteiligungen in 1972, 1982, 1987, 1997 und 2017 dokumentieren. Hans Haacke wurde 1936 in Köln geboren und hat von 1956 bis 1960 an der Kunsthochschule Kassel studiert. Seit 1961 lebt er in New York. Bekannt wurde er in den 1970er Jahren, als das Solomon R. Guggenheim Museum in New York eine Arbeit Haackes über Immobilienspekulation zurückwies mit der Begründung, das sei keine Kunst, sondern eine soziale Studie. Eine Dokumentation von Haacke über die Rolle von Hermann Josef Abs im Dritten Reich wurde 1974 in der Kölner „Prospekt 74“-Ausstellung gleichfalls nicht zugelassen: der damalige Deutsche Bank-Chef Abs war auch Fördervereinsvorsitzender im Kölner Wallraf-Richartz-Museum. Zu Haackes späteren wichtigen Arbeiten gehört 1999 das Projekt „Der Bevölkerung“ im Berliner Reichstagsgebäude mit einem Kasten, den die Bundestagsabgeordneten mit Erde aus ihrem Wahlkreis füllen sollten.

STEVE MCQUEEN wurde mit dem Preis der B3 Biennale des bewegten Bildes in der Kategorie „Most Infl uential Moving Image Artist“ ausgezeichnet. Die HfG Offenbach richtete das Festival auf dem Frankfurter Messegelände parallel zur Buchmesse aus. Der britische Fotograf und Filmemacher McQueen war mehrfach auf der Kasseler Documenta vertreten und war 1977 auch Turner-Preisträger. Derzeit arbeitet er in London für die BBC an einer sehsteiligen Serie über die dortige westindische Community.

Der Maler und Zeichner WILLIAM KENTRIDGE, das Architektenduo TOD WIL-LIAMS UND BILLIE TSIEN, die Bildhauerin MONA HATOUM, die Geigenvirtuosin ANNE-SOPHIE MUTTER und der Kabuki-Schauspieler BANDO TAMASABURO wurden mit dem japanischen PRAEMIUM IMPERIALE geehrt (umgerechnet 128.000 Euro). Gewinner des Nachwuchspreises für junge Künstler ist das musikalische Bildungsprogramm „Démos“ aus Frankreich (43.000 Euro). Den Praemium Imperiale vergibt die Japan Art Association auf Anregung des japanischen Kaiserhauses; er zählt zu den weltweit höchst dotierten Kunstpreisen.

ARTHUR JAFA ist Gewinner des 47th Prix International d’Art Contemporain, der von der Fondation Prince Pierre de Monaco vergeben wird (75.000 Euro). Die preisgekrönte Arbeit „Love Is the Message, The Message Is Death“ (2016) ist vom 1. bis zum 23. November 2019 während der Messe Artissima Turin im Palazzo Madama zu sehen. Das siebenminütige Video besteht aus einer Montage mit historischem und zeitgenössischem Filmmaterial, dasie Geschichte und Erfahrungen der Afroamerikaner nachzeichnet. Jafa bekam in diesem Jahr auch den goldenen Löwen der Biennale Venedig für den besten Künstler, und zwar für sein Video „The White Album“. Der Künstler ammelte für das preisgekrönte Video Hass-Videos aus dem Internet, Memes und Nachrichtenmaterial zum Thema Rassismus.

NEO RAUCH, Maler, wurde für den Taurus-Preis des in Dresden ansässigen Europäischen Kulturforums ausgewählt. Der Preis ist undotiert und besteht aus einer Trophäe in Form eines bronzenen Stiers. Außer Rauch werden auch die Wiener Staatsoper, die Sänger Nina Stemme, René Pape und Thomas Hampson, die Schauspielerin Sophia Loren, die Designerin Vivienne Westwood, die Dirigentin Simone Young, der Komponist und Mäzen Gordon Getty sowie die von Arnold Schwarzenegger mitbegründete Umweltinitiative R20 Austrian World Summit ausgezeichnet. Einen Nachwuchspreis erhielt die Komponistin Alma Deutscher.

FIONA TAN bekam den „Spectrum – Internationalen Preis für Fotografie“ überreicht (15.000 Euro). Eine Ausstellung der Preisträgerin im Sprengel Museum Hannover läuft bis zum 12. Januar 2020. „Zentrales Werk der Schau, die um die Themen Licht und langsame Bewegung kreist, ist Tans Film-Foto-Projekt „Ascent“ von 2016, das erstmals in Deutschland zu sehen ist. Es besteht aus einer 77 minütigen Projektion sowie aus 151 Einzelfotos, die sich inhaltlich mit den zahllosen fotografischen Darstellungen des Fuji, des heiligen Bergs Japans, auseinandersetzen.“

LEONOR ANTUNES erhielt den ZURICH ART PRIZE, der vom Museum Haus Konstruktiv und die Zurich Insurance Group Ltd. vergeben wird. Die Preissumme von CHF 100.000 setzt sich aus einem Budget von CHF 80.000 für die Ausrichtung einer Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv und einer Preissumme von CHF 20.000 zusammen. Die Ausstellung findet dann vom 31. Oktober 2019 bis zum 12. cies with C. P.“ statt und umfasst vorwie-Januar 2020 unter dem Titel „discrepangend skulpturale Arbeiten der Künstlerin, die auf der Grundlage von Recherchen zu Objekten aus der mordernistischen Architektur- und Designgeschichte entworfen wurden. Reflektiert werden hierbei die Materialität und Machart der Objekte sowie ihre ursprüngliche sozialpolitische und gesellschaftliche Bedeutung. www.hauskonstruktiv.ch

SABRINA FRITSCH wurde mit dem DÜSSELDORFER LANDSBERG-PREIS bedacht (15.000 Euro). Damit wird die aktuelle Arbeit von Kunstschaffenden gewürdigt, deren Abschluss an der Düsseldorfer Kunstakademie ca. 10 bis 12 Jahre zurückliegt. Sabrina Fritsch erhielt 2008 als Meisterschülerin von Peter Doig ihren Akademiebrief. Die Künstlerin „praktiziert eine Form der abstrakten Malerei, welche unterschiedliche Traditionslinien avantgardistischer Kunst des 20. Jahrhunderts aufgreift, bündelt und zu neuen Lösungen führt.“

OTOBONG NKANGA nimmt am 15. Dezember 2019 den PETER-WEISS-KULTURPREIS DER STADT BOCHUM entgegen (15.000 Euro). Die 1974 in Nigeria geborene Fotografin, Performerin, Plastikerin und Autorin begreife ihre künstle-risch-anthropologischen Studien als den ganzen Menschen umfassende, konkrete Untersuchungen, heißt es zur Entscheidung der Jury. Die Künstlerin lebt heute in Antwerpen. Sie stellte u.a. in der Londoner Tate Modern aus, im KW Institute (Berlin), dem Stedelijk Museum Amsterdam und nahm an den Biennalen von Venedig, Sharjah und Sydney teil.

AUSSCHREIBUNGEN

Im EUROPEAN MEDIA ARTISTS RESIDENCY EXCHANGE PROGRAMM haben sich elf Medienkunstinstitutionen aus ganz Europa zusammengeschlossen. Ausgelobt sind zwischen März und August 2020 und zwischen Januar und Mai 2021 jeweils zweimonatige Stipendienaufent halte für „aufstrebende europäische Medienkünstler*innen und Medienkünstler“. Angesprochen sind die Bereiche digitale Medien, Internet- und Computer-basierte Kunst, Klang- oder Videokunst, medienbasierte Performance sowie Robotik oder Biokunst. EMARE beinhaltet u. a. einen Zuschuss von 3.000 Euro, ein Projektbudget von 4.000 Euro, kostenlose Unterkunft, Reisekosten bis zu 500 Euro sowie, freien Zugang zu technischen Einrichtungen und Medienlabors der Gastinstitution. Antragsteller müssen EU-Bürger und Steuerzahler in einem EU-Mitgliedstaat sein. Studierende von Bachelor- und Masterstudiengängen sind nicht teilnahmeberechtigt. Deadline: 02.12.2019. emare.eu / call.emare.eu

Bis zum 11.12.2019 läuft der KUNSTWETTBE-WERB FÜR DIE BLAUE NACHT als „Lange Nacht der Kunst und Kultur“. Veranstalter ist das Projektbüro im Kulturreferat der Stadt Nürnberg. 12 Positionen (Installationen, Projektionen, interaktive Aktionen, Performances etc.) werden am 1. und 2. Mai 2020 an ungewöhnlichen Orten im Zentrum der Stadt vorgestellt. Der Etat beträgt je einjuriertes Projekt max. 5.000 Euro. Außerdem wird der mit 5.000 Euro dotierte Publikumspreis der N-ERGIE an ein Projekt vergeben. www.blauenacht.nuernberg.de

Das DEUTSCHE STUDIENZENTRUM IN VENEDIG fördert Forschungsprojekte und Künstleraufenthalte mit Bezug zu Venedig. Das Stipendium besteht aus einem Geldbetrag sowie der Unterkunft in einem Zimmer im Palazzo Barbarigo della Terrazza. „Gefördert werden außergewöhnlich begabte, vorrangig jüngere Künstlerinnen und Künstler der Sparten Bildende Kunst, Architektur, Literatur und Musik (Komposition). Der Studienaufenthalt beträgt drei Monate. Ateliers sind nicht vorhanden.“ www.dszv.it

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