Ausstellungen: Essen · von Thomas W. Kuhn · S. 310
Ausstellungen: Essen , 2009

Thomas W. Kuhn

Paul Graham.

»Fotografien 1981 – 2006«

Museum Folkwang, Essen, 24.1. – 5.4.2009

Mit einer groß angelegten Retrospektive breitet das Essener Haus Werke aus 25 Jahren des englischen Fotografen Paul Grahams (*1956 in Stafford) aus, der nach langen Jahren in London 2002 nach New York übersiedelte. Die am Museum Folkwang ansässige Fotospezialistin Ute Eskildsen hat die Konzeption für die zehn Räume gemeinsam mit Graham entwickelt. Gezeigt werden in seiner ersten Retrospektive in Deutschland 136 Arbeiten, die insgesamt elf Serien zugeordnet sind. Sie wurden chronologisch über die Räume verteilt und finden sich ergänzt durch Fotobücher Grahams.

Die Reise beginnt mit der Serie „A1 – The Great North Road“. In den Jahren 1981 und 1982 fotografierte Graham entlang der 658 km langen Verkehrsverbindung zwischen London und Edinburgh Ansichten der Straße, Gebäude an deren Rand, Interieurs von Raststätten, aber auch das dichte Gewühl von Menschen an ihren Bürgersteigen in London. Der Autodidakt Graham, der ursprünglich Mikrobiologie studierte, verwendete die Farbfotografie für seine Arbeit, im Gegensatz zum bis dahin üblichen Schwarzweiß auf dem Gebiet der Dokumentarfotografie. Inhaltlich und methodisch nahm er sowohl Anregungen der spezifisch britischen Fotografie, als auch US-amerikanischen Künstler auf, insbesondere jener, die 1975/76 im George Eastman House in Rochester unter dem Titel „New Topographics: Photographs of a Man-Altered Landscape“ Fotogeschichte schrieben. 1981 war Graham sogar an einer im Umfang verkleinerten Neufassung dieser Ausstellung in der Arnolfini Gallery in Bristol beteiligt.

Die Serie „Beyond Caring“ von 1984-1986 ist die vielleicht offensichtlichste gesellschaftskritische Arbeit der Ausstellung. Sie zeigt Menschen, die nicht zuletzt in Folge der neoliberalen Politik…

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