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Titel: This is Not a Love Song – Kunst und Musik · von Oliver Zybok · S. 164 - 173
Titel: This is Not a Love Song – Kunst und Musik ,

Peter Brötzmann

Du spielst sie in die Luft und alles ist weg
Ein Gespräch mit Oliver Zybok

Peter Brötzmann, 1941 in Remscheid im Bergischen Land geboren, ist einer der wichtigsten Vertreter des europäischen Free Jazz’, der seit den 1990er Jahren auch in den USA eine sehr große Popularität genießt. Seine ersten künstlerischen Wege ging er über die bildende Kunst, arbeitete vor allem mit Nam June Paik eng zusammen. Parallel besaß die Musik immer eine große Bedeutung, bis sie gegen Ende der 60er Jahre zu seinem künstlerischen Lebensmittelpunkt wurde. Auch wenn die bildnerische Arbeit von nun an eine untergeordnete Rolle eingenommen hat, arbeitet Brötzmann bis heute an seinen Assemblagen und Malereien. Er hat mit Musikgrößen wie Derek Bailey, Han Bennink, Carla Bley, Willem Breuker, Milford Graves, Ronald Shannon Jackson, Albert Mangelsdorff, Misha Mengelberg, Harry Miller, Bill Laswell, Evan Parker, Sonny Sharrock und Alexander von Schlippenbach zusammengespielt. Mit seiner Musik hat er unter anderem Bands wie Sonic Youth beeinfl usst. Für Brötzmann gibt es im Kunst- und Musikbetrieb zwei Möglichkeiten: „Entweder erfüllt man die Erwartungen oder man macht sich ein paar Gedanken und versucht ’rauszufi nden – ohne Rücksicht auf Verluste –, was einen selbst angeht.“

Oliver Zybok: Du hast als achtzehnjähriger begonnen, an der Werkkunstschule in Wuppertal Kunst zu studieren. Wie kam es dazu?

Peter Brötzmann: Ich komme ursprünglich aus Remscheid und war dort auch auf dem Gymnasium. Schon als Jugendlicher war ich intensiv mit der Malerei und Musik, der Kunst allgemein beschäftigt. Irgendwann hatte ich dann einfach keine Lust mehr die…


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