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Titel:: Entzauberte Globalisierung · von Heinz-Norbert Jocks · S. 180 - 183
Titel:: Entzauberte Globalisierung ,

7 — Die Utopie einer gleichberechtigten Weltrepublik
Statements

Sarah Thornton

Schriftstellerin, San Francisco

Für eine stärkere Weltordnungspolitik

Ob wir es wollen oder nicht, die Globalisierung ist ein unerbittlicher Makrotrend. Wir brauchen Organisationen, welche die gesamte Menschheit zu ihrem und dem Wohl des Planeten, samt Fauna und Flora, Luft und Wasser, vereinen. Eine gleichberechtigte Weltrepublik ist ein schöner, aber wahrscheinlich unrealisierbarer Traum. Zur Abschwächung der herrschenden Ungleichheit bedarf es einer besseren Weltordnungspolitik. Zudem müssen die emotionalen Energien der Menschen für produktivere globale Ziele stärker genutzt werden. Rückschrittliche Nationalismen kämpfen einen verlorenen Kampf.

Sarah L. Thornton, 1965 in London geboren, Schriftstellerin, Ethnografi n, Kultursoziologin und Autorin des Bestsellers „7 Tage in der Kunstwelt“, lebt in San Francisco.

 

Karen Smith

Autorin / Ausstellungsmacherin, Shanghai

Die unkonkrete Utopie der Gleichheit

Das Zitat von Doris Lessing: „I’m always astounded at the way we automatically look at what divides and separates us. We never look at what people have in common.“ fällt mir zu dem Thema als Erstes ein, weil es in einer sehr realen tangentialen Beziehung zu den aktuellen Problemen steht.

Ob die Pandemie die Globalisierung in Frage stellt, ist eine derart belastete Frage, je nachdem, wer sie stellt, von wessen Wunsch wir sprechen und wer die Nutznießer dieses Konzepts sind.

Aus der Perspektive eines Menschen, der als Ausländer so lange wie ich in Asien gelebt hat, könnte man argumentieren, dass die globalen Märkte das Kind der „Kanonenbootdiplomatie“ des 18. und 19. Jahrhunderts, also das Ergebnis eines Systems sind, in dem über Jahrhunderte hinweg die starken die schwächeren Einheiten…

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von Heinz-Norbert Jocks

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