Gespräche mit Künstlern ,

Matt Copson

Der Fuchs ist mein Alter Ego

Ein Gespräch von Michael Stoeber

Matt Copson, 1992 in Oxford geboren, hat dieses Jahr das Kaiserring-Stipendium in Goslar erhalten. Begleitend zur Verleihung des renommierten Kaiserrings an bekannte Weltkünstler, werden mit ihm talentierte junge Künstler ausgezeichnet. Copson ist der jüngste Künstler, der diesen Preis bisher erhalten hat. Die Leiterin des Mönchehaus Museums, Bettina Ruhrberg, hatte den Briten auf der Liste der Art Basel entdeckt und der Jury als Preisträger vorgeschlagen. So ist Copson zusammen mit dem Preis zugleich zu seiner ersten Einzelausstellung in Deutschland gekommen. In seiner Heimat ist er trotz seiner Jugend kein Unbekannter mehr. Dort wurde er dem Kunstpublikum bereits 2016 von Hans Ulrich Obrist in der Londoner Serpentine Gallery vorgestellt, was einem Ritterschlag gleichkommt. Außerdem wurde das Werk des hochbegabten Künstlers in diesem Jahr auch schon in der Pariser Fondation Louis Vuitton gezeigt, wo er mit Laserarbeiten beeindruckte. Copson ist multimedial tätig. Er fertigt Wandmalereien, Zeichnungen, Skulpturen, Animationen und Projektionen. Er dreht Videofilme, schreibt Texte und entwirft Installationen. Nicht selten vereinen sich bei ihm die unterschiedlichen Medien zu einem gemeinsamen Werk, das deutlich theatrale Züge trägt. Antonin Artaud, der revolutionäre Begründer eines Theaters der Grausamkeit, ist für ihn ein wichtiges Vorbild neben anderen. Wie ein Schwamm saugt Matt Copson für seine Arbeiten die unterschiedlichsten Anregungen auf. Als Quellen künstlerischer Inspiration nennt er Picasso und Jeff Koons, Jörg Immendorff, Ryan Trecartin und Mike Kelley, aber auch die Dadaisten im Zürcher Cabaret Voltaire, die Gruppe Cobra und die Chicagoer Imaginisten. Um von Ken Russels…

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von Michael Stoeber

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