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Kunstforum-Gespräche · von Michael Stoeber · S. 322 - 325
Kunstforum-Gespräche ,

Passion und Profession

Kathleen Rahn, Direktorin des Kunstvereins Hannover im Gespräch mit Michael Stoeber

Kathleen Rahn, 1973 in Wesel geboren, ist Leiterin des Kunstvereins Hannover. Zwanzig erfolgreiche Arbeitsjahre hat die studierte Kunsthistorikerin bisher in verschiedenen Kunstvereinen absolviert. Sie haben sie von Aachen über Düsseldorf und Nürnberg nach Hannover geführt. Dort hat sie zuletzt in einer hervorragenden Präsentation präzise und einleuchtend die Kunstsammlung von Wilhelm Schürmann gezeigt, deren konzeptuelle Substanz und Signatur beispielhaft ihren kuratorischen Vorlieben und Neigungen entsprechen. Diese wurden sehr wesentlich durch ihr Erlebnis der documenta X von Catherine David geprägt. Über ihre Ausbildung, Arbeitsweise und Erfahrungen im Kunstbetrieb sprach sie mit Michael Stoeber.

Michael Stoeber: Frau Rahn, Sie haben Kunstgeschichte, Romanistik und Anglistik studiert. Wann wussten Sie, dass Sie beruflich Kunst ausstellen möchten?

Kathleen Rahn: Das hat sich erst im Studium herauskristallisiert. Aber mein Interesse für die Kunst wurde schon früher geweckt, als ich ein Teenager war. Ich war mit den Nichten von Rudolf Zwirner befreundet und habe mit ihnen inmitten von Kunstwerken von Marcel Broodthaers Tischtennis gespielt. Die Atmosphäre hat mich tief beeindruckt. Das war meine Initiation in die zeitgenössische Kunst. Doch was man mit solchen Neigungen beruflich machen kann, habe ich erst später erfahren.

Bevor Sie als Direktorin nach Hannover gekommen sind, haben Sie den Kunstverein Nürnberg geleitet. Warum sind Sie dort weggegangen?

Zum einen hatte ich so ziemlich alles erreicht, was ich mir vorgenommen hatte. Und zum anderen tut es gut, nach einer gewissen Zeit den Arbeitsplatz zu wechseln.

Welche Unterschiede haben Sie zwischen Nürnberg und…

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