Kunstforum-Gespräche · von Susanne Boecker · S. 314
Kunstforum-Gespräche ,

Lebensprojekt Kunst

Ein Interview mit Klaus Honnef anlässlich seines 80. Geburtstags

von Susanne Boecker

Es scheint unmöglich, alles zu erfassen, zu überblicken und angemessen zu würdigen, was Klaus Honnef in weit über 50 Jahren als Kunstkritiker, Kurator, Kunsthistoriker und Theoretiker für künstlerische Fotografie geleistet hat. Das weiß er auch selber und bietet daher auf seiner Website für Einsteiger eine „Kurzbio / -biblio“ an. Darin aufgelistet sind die wichtigsten Stationen seiner Laufbahn: Geboren am 14. Oktober 1939 in Tilsit. Seit 1960 freier Journalist. 1965−1970 Redakteur und Ressortchef für Kultur bei den „Aachener Nachrichten“. 1968−1970 künstlerischer Leiter des „Zentrums für aktuelle Kunst. Gegenverkehr, Aachen“. 1970−1974 Geschäftsführer des „Westfälischen Kunstvereins“ in Münster. 1974 Heirat mit Gabriele Harling. 1974−1999 Ausstellungschef im „Rheinischen Landes museum Bonn“.

Die knappe Aufzählung lässt nicht im entferntesten ahnen, was sich dahinter verbirgt. Dass Klaus Honnef 1969 als künstlerischer Leiter des „Zentrums für aktuelle Kunst. Gegenverkehr, Aachen“ eine der ersten institutionellen Ausstellungen mit Werken von Gerhard Richter organisierte, mit dessen Werk er sich bis heute beschäftigt. Gerade hat er ein neues Buch über den Maler fertiggestellt (Klaus Honnef. Gerhard Richter, erscheint im Oktober 2019). Oder dass er ein Jahr später in Monschau mit „Umwelt-Akzente“ die erste umfassende Ausstellung von Außenkunst in Deutschland organisierte – sieben Jahre, bevor in Münster die Skulptur Projekte an den Start gingen.

Während seiner Jahre beim „Westfälischen Kunstverein“ zeigte Honnef wichtige Ausstellungen u.a. von Hanne Darboven, Sigmar Polke, Reiner Ruthenbeck, Christian Boltanski und Raimund Girke. Es folgte der Wechsel nach Bonn und die Entdeckung der damals fast gänzlich unbeachteten Fotografie. Den…

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