Band 102
Kunstforum-Special: Sponsoring
Kein Zweifel - Handel, Wirtschaft und Industrie haben sich die Kunst angeeignet, bzw. sie sind inzwischen recht vehement auf jene Künstler, Kunstvermittler und Politiker eingestiegen, die ihnen die Kunst ...
Kein Zweifel - Handel, Wirtschaft und Industrie haben sich die Kunst angeeignet, bzw. sie sind inzwischen recht vehement auf jene Künstler, Kunstvermittler und Politiker eingestiegen, die ihnen die Kunst andienten - damit sie deren Realisierung finanzierten, mit gleichzeitig mehr oder weniger genau kalkuliertem PR-Effekt für den Finanzier. Jedoch sind Modelle und Rollenverständnisse des klassischen Mäzenatentums auf die zeitgenössischen Formen des Sponsorships nicht übertragbar. Da werden Begriffe verwischt und miteinander verwechselt, man spricht von "Subventionen", wo es in Wirklichkeit Investitionen sind, von Spenden statt von Honoraren: In der Zauberformel "Sponsorship" zerfließen nicht nur gelegentlich die Grenzen zwischen Kunst, Ästhetik, Reklame, Kreativität, Wohltätigkeit, Kapitalanlage und Experiment. „Sponsorship: Zauberfomel oder Schreckgespenst?“ – Herausgeber Jürgen Raap versucht in dieser Dokumentation eine Klärung der Verhältnisse. „Wann rechnet sich Kunst?“, fragt Heinz Thiel, und Paolo Bianchi beleuchtet „Kunst als Ausdruck der Unternehmenskultur.“ Des Weiteren sind Auszüge einer Rede nachzulesen, die der französische Kulturminister Jack Lang 1982 auf der Weltkulturkonferenz der UNESCO in Mexiko zum Thema Wirtschaft und Kultur gehalten hat. Siehe hierzu auch „Kunst in der Wirtschaft“ (Band 87, 1987).
Alle Beiträge aus dieser Ausgabe
Titelbeiträge

Die Sehnsucht nach der Möglichkeit von Sinn
Ein Gespräch mit Urs Lüthi

Es gibt eine Verbindung von Geld und Tod
Ein Gespräch mit Stephan Huber

Rote Fahnen
Ein Gespräch mit Rudolf Herz

FIDO
Verfahren zur Untersuchung und Auflösung von Nebelfeldern

Ein haymlich Verstan
Beiträge zur Emblematik

Jesus bleibt Sieger
Ein Film von Axel Schäfer

Sintflut
Ein Zeitgenössisches Mysterienspiel Mit Originalmusik von Anton Prestele

Mit freundlicher Unterstützung von…
SPONSORSHIP: ZAUBERFORMEL ODER SCHRECKGESPENST?

Wann rechnet sich Kunst?
GEDANKEN ÜBER DIE VERBINDUNG VON KUNST UND KOMMERZ

Kunst als Ausdruck der Unternehmenskultur
STIMMEN: Jack Lang / Jean-Christophe Ammann / Hans Ulrich Reck / Martin Disler FALLBEISPIELE: Rosenthal / Ricola / IBM / Olivetti / Scheller / Schweizerische Bankgesellschaft (SBG) / UniSponsoring / Migros
Der letzte Künstler des Jahrtausends
Auszüge aus der Rede des Künstlers auf der "art opening"-Tagung

Ikonen des Konsums
Ein Gespräch mit Ha Schult

Netzwerkgedanke
Ein Gespräch mit Jürgen Olbrich

Besseres Investment
Ein Gespräch mit Peter Mönnig

Projekte bevorzugt
Ein Gespräch mit Bence Fritzsche

Größeres Publikum im elitären Bereich
Ein Gespräch mit Sabine Kienow
Konzept der Agentur für Kommunikation »Kienow & Partner, Frankfurt
SinnfälligeVerbindungen
Ein Gespräch mit Christiane Meyer, »time. Code«, Berlin

Persönliche Bindungen
Ein Gespräch mit Dietmar Schneider





































































