Band 294
Smell it!
Das Olfaktorische in der Kunst
Zedernholz, Kaffeeduft, blumiges Parfum oder intensiv riechende Farbe … Gerüche sind in unserem Alltag omnipräsent, sie können angenehm oder ekelerregend sein, Erinnerungen in uns wecken oder starke Emotionen ...
Zedernholz, Kaffeeduft, blumiges Parfum oder intensiv riechende Farbe … Gerüche sind in unserem Alltag omnipräsent, sie können angenehm oder ekelerregend sein, Erinnerungen in uns wecken oder starke Emotionen hervorrufen. Immer aber sind sie flüchtig und wechselhaft: nicht zu fassen. Doch Kunst, die sich auf den Geruchssinn konzentriert – was gibt es da zu sehen? Tatsächlich heißt es hier, sich die Welt vor allem mit der Nase, statt mit den Augen zu erschließen. Trotzdem gibt es einiges visuell zu entdecken, denn es werden auch Objekte, Skulpturen oder Environments produziert. So liegt der Fokus dieses KUNSTFORUM-Bandes auf künstlerischen Strategien und Werken, die Gerüche und Aromen ganz bewusst in ihre Arbeiten aufnehmen und untersuchen. Künstler*innen wie z. B. Peter de Cupere, Sissel Tolaas, Clara Ursitti oder Gayil Nalls äußern sich in Interviews zu ihren olfaktorischen Arbeiten und erklären, warum der Duft wichtig für ihre künstlerische Strategie ist und welche Wirkungen der Sensibilisierung sie verfolgen. Denn der Geruchssinn setzt immer eine Form des Erspürens voraus. Es werden Fragen wie „Haben Städte ganz eigene Gerüche?“, „Können Düfte Erlebnisse intensivieren?“ oder „Transportiert ein Geruch Zugehörigkeitsgefühle?“ verhandelt. Außerdem sind in diesem Band frühe Versuche des Duftkinos und ein kleiner Rundgang durch die letzten Ausstellungen der olfaktorischen Kunst zu entdecken. Kommen Sie mit – es ist nicht zu fassen, aber man kann es gut riechen.

Alle Beiträge aus dieser Ausgabe
Titelbeiträge

Smell it!
Das Olfaktorische in der Kunst

Nicht zu fassen
Flüchtige Geschichten von Geruch, Kunst und olfaktorischer Kunst

Geruchskino
Ein Hauch von Utopie

Surreale Aromen
Das volatile Erbe Marcel Duchamps

What’s that smell?
Aspekte des Olfaktorischen in der bildenden Kunst

Brian Goeltzenleuchter
Kunst als permanente Herausforderung des Kunstsprechs

Clara Ursitti
Die Möglichkeit von Subversion

Sacré Nobi
Flüchtige Geheimnisse

Gayil Nalls
Ein immaterielles Weltkulturerbe

Emeka Ogboh
Erforschung der Nuancen

Wolfgang Georgsdorf
„Jede Stadt sollte mindestens ein Osmodrom haben“

Sissel Tolaas
Wie ein Hauch frischer, komplexer Luft

Peter de Cupere
Mit der Nase die Welt erforschen

Smell Lab
Sinneserweiterndes Storytelling

Olfactory Art Keller
„Lässt sich Geruchskunst eigentlich gut verkaufen? – Nein.“

The Institute for Art and Olfaction
Das Narrativ der Exklusivität untergraben

Das Publikum war im Vorteil
Flüchtiges Kuratieren. Beispiele aus der Praxis

























![Misleidys Castillo Pedroso, Untitled [ohne Titel], ca. 2017, Gouache. Courtesy: Christian Berst art brut, Paris](https://d3speutakpkuqn.cloudfront.net/app/uploads/2024/02/08103802/7387349_image_0_271.jpg)














