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Die Kunstszene am Lake Michigan

Von der EXPO Chicago bis zur West Town

von Susanne Boecker

Nein, es war nicht in New York – es war in Chicago! Amerikas erste Messe für moderne und zeitgenössische Kunst wurde 1980 in der Metropole am Lake Michigan gegründet. Nach dem Vorbild der extrem erfolgreichen Art Basel taufte man das amerikanische Nachfolgemodell „Art Chicago“. Viele Jahre lang behauptete sich die Veranstaltung als „the Nation’s Leading Fair of 20th-century Art“. Erst 1994 bekam sie Konkurrenz durch die New Yorker Armory Show, und seit 2002 hat die Art Basel in Miami Beach ja ihr eigenes Standbein auf dem amerikanischen Kontinent.

Ursprünglicher Ausstellungsort der Art Chicago waren die historischen Bauten am berühmten Navy Pier. Nachdem sich die Seebrücke im Michigansee in den 90er-Jahren durch Neubauten zusehends zu einer Flaniermeile mit Jahrmarktcharakter entwickelt hatte, verlagerte man die Kunstmesse 2004 in einen Pavillon hinter dem Art Institute of Chicago. Nach mehreren Krisenjahren und einem weiteren Umzug ging die Messe 2012 als EXPO Chicago ganz neu an den Start. Mit der erklärten Absicht, to „re-establish Chicago as a pre-eminent art fair destination“, holte der neue Direktor Tony Karman die Veranstaltung zurück an den Navy Pier.

Karmans überzeugtes Engagement hat sich ausgezahlt. Die EXPO Chicago besetzt als Kunstmarktplatz inzwischen eine sichere Position im Mittleren Westen der USA. Zugleich hat sie sich wieder als feste Größe im Kulturkalender der Stadt etabliert und wird von zahlreichen Museen, Galerien und anderen Kulturinstitutionen unterstützt. Nicht zuletzt diese Synergieeffekte machen den Charme dieser Messe aus, zu der in diesem Jahr 135…

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