Band 207
Social Design
Social Design als ein Arbeitsprinzip zur Realisierung einer menschengerechten Umwelt spielt auch im Kunstbetrieb eine immer größere Rolle. In Anspielung auf die Proklamation unseres “Dasein(s) als Design“ (Henk ...
Social Design als ein Arbeitsprinzip zur Realisierung einer menschengerechten Umwelt spielt auch im Kunstbetrieb eine immer größere Rolle. In Anspielung auf die Proklamation unseres “Dasein(s) als Design“ (Henk Oosterlings) unternahm Bruno Latour jüngst eine fundamentale Erweiterung des Design – Begriffs: Design umfasst über unsere materielle Dingwelt hinausreichend Landschaft und Natur, Körper und Gene, ja sogar immaterielle Handlungen. Sie werden „dadurch, dass sie uns – den Menschen angehen -, zu Design-Objekten durch und durch. Peter Sloterdijk diskutiert Design im Sinne einer „nach vorne offenen Optimierungsgeschichte“ und den Beruf des Designers als den eines „Entwicklungshelfers für Güter auf dem Weg zur Besserung“. Für ihn ist Design „in eine Art von psychopolitischer Titanenschlacht verwickelt, in der Hoffnungskräfte und Verzweiflungskräfte wie zwei Weltmächte oder Gesamtatmosphären miteinander ringen.“ Wo aber entsteht das „Soziale“ heute bzw. wird es produziert? Ausgehend von der Manifest Biennial for Social Design in Utrecht (NL), die 2009 zum 3. Mal stattfand, eröffnet dieser Band insgesamt fünf, von Inhalt und Format völlig unterschiedliche Denkräume, um den Problemkreis mit Essays, Berichten und Interviews zu durchleuchten.
Alle Beiträge aus dieser Ausgabe
Titelbeiträge

Social Design
Editorial

Wer nicht denkt fliegt raus.
Anmerkungen zu Fragen des sozialen Designs

Das Museum als soziale Kohäsionseinrichtung
Ein Gespräch mit Martin Roth, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen

Elfenbeinturmkunst ist out
Ein Gespräch mit Dieter Jaenicke, dem Künstlerischen Leiter von HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden
DENKRAUM I: Museum for Social Harmony

Ein Kraftwerk der Kultur
Ein Gespräch mit dem Direktor des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden, Prof. Klaus Vogel
DENKRAUM I: Museum for Social Harmony

Unique Moment
Die Utrecht Manifest als Re-Interpretation des Modernismus
Ein Interview mit Guus Beumer

Unresolved Matters oder: Was braucht der Mensch?
DENKRAUM II: Utrecht Manifest. Biennale für Social Design.c

Unraveling Materiality
Das kritische Design von EventArchitectuur im Zeitalter der konvergierenden Architektur
DENKRAUM II: Utrecht Manifest. Biennale für Social Design.

URGENT METHODS
Warum Design? Die Poldermentalität und die niederländische Design(-Ausbildung)
DENKRAUM II: Utrecht Manifest. Biennale für Social Design.

Family Matters
Das Studio als Modell einer sozial engagierten Designausbildung
DENKRAUM. Utrecht Manifest.

URBAN MIGRATION für eine soziale Dichte in Hoograven
DENKRAUM II: Utrecht Manifest. Biennale für Social Design.



Unsocial Media
Einige Anmerkungen zum sozialen Design und zu sozialen Netzwerken

Vom Urbanen Design zum Social Urban Design
DENKRAUM III: Soziale Architektur

Make it right!
Wohnungsstiftungen als Ausdruck bürgerschaftlichen Engagements
DENKRAUM III: Soziale Architektur

Ich bin ein freier Denker
Ein Gespräch mit Meschac Gaba

Stephen Willats
The world how it is and the world how it could be
DENKRAUM IV: Künstlerische Praxis als Soziale Praxis

Silke Riechert
Im Raumschiff
Experimentierräume für künstlerisches und urbanes Handeln
DENKRAUM IV Künstlerische Praxis als Soziale Praxis

Das Wahrgenommene und das Fassbare
Versuch über eine Theorie des Social Designs in Afrika
DENKRAUM V: Social Design Interkulturell

Sanfte Klänge und experimentelle Baugerüste bei 48°C: Neue Orte für urbane Kultur in Indien“.
DENKRAUM V: Social Design Interkulturell
































































