Band 279

Memes

Über die Macht von Schrift und Bild

Humoristisch, belanglos, politisch oder doch künstlerisch? Memes sind im Zeit alter von Social Media und Co. allgegenwärtig und bringen ein altbekanntes Duo verstärkt ins Blickfeld. Die Komprimierung ...

Humoristisch, belanglos, politisch oder doch künstlerisch? Memes sind im Zeit alter von Social Media und Co. allgegenwärtig und bringen ein altbekanntes Duo verstärkt ins Blickfeld. Die Komprimierung von Schrift und Bild zu pointierten Aussagen ist nicht nur Ausdruck einer digitalen Gegenwart, sondern spätestens seit dem Mittelalter fester Bestandteil kommunikativer und künstlerischer Strategien. Mit der Erfindung des Buchdrucks, gewinnen Bild und Schrift in der Frühen Neuzeit zunehmend an symbiotischer Kraft und werden zum zentralen Element eines kollektiven Bildgedächtnisses. Als erste Generation unter dem Einfluss der Massenmedien setzten sich auch Vertreter* innen der Pictures Generation und Appropriation Art mit einer zu nehmenden Macht medialer Eindrücke des alltäglichen Lebens auseinander. Memes haben heute ein Generationen und gesellschaftliche Schichten übergreifendes Kommunikationsmittel geschaffen, können sie doch auf tiefverankerte Seh gewohnheiten vertrauen. Welche Macht haben Bild und Schrift? Und wo liegt der Ursprung der Memes? KUNSTFORUM Band 279 untersucht vor dem Hintergrund einer ausführlichen theoretischen Betrachtung, die gesellschaftliche, historische und künstlerische Vielfalt von Wort und Bild. Mit Essays zu Bild-Text- Strategien in Plakat, Collage und Meme, über Trauma-Tagebücher und dem Spiel aus Ironie und absichtlichem Dilettantismus der Meme-Maker zeichnet der Band ein vielschichtiges Bild. Ergänzt durch Portraits und Interviews mit Künstler*innen wie Barbara Kruger, Sophie Calle, Katja Novitskova und dem queer-feministischen Kollektiv COVEN BERLIN. Welche Macht haben Memes?


Alle Beiträge aus dieser Ausgabe

Titelbeiträge

41 Unbekannt auf Reddit, Internet-Meme, 2021

Memes

Über die Macht von Schrift und Bild

Memes – Ursprünge und Gegenwart

Memes – Ursprünge und Gegenwart

Protect Me From What I Want

Protect Me From What I Want

Bild-Text-Strategien in Plakat, Collage und Meme

Aiden Arata (@aidenarata), 25.11.20, Courtesy: die Künstlerin

Meme Therapy

Auf der Suche nach Heilung in Geisterzeichnungen, Therapie-Notizbüchern und Trauma-Tagebüchern

Etalias auf Know Your Meme, Long Mouth Wojak, 2019, www.knowyourmeme.com

Ironie und Hässlichkeit in Memes

But is it Art?

But is it Art?

Comics, Embleme, Memes

Mememanifesto: Projektankündigung vom Freeport Institute Barcelona / Madrid, https://freeport.institute/labs/ mememanifesto

Meme-Manifeste

Transmediale Strategien des Clusterduck Kollektivs

23 freeze magazin auf Instagram, Barbara Kruger, Meme, 2021

Mother of Memes?

Barbara Krugers Umgang mit Text und Bild

Sophie Calle, Foto: Claire Dorn

Sophie Calle

Was in Erinnerung bleibt

COVEN BERLIN

COVEN BERLIN

Das feuchte Zeug

Katja Novitskova, PDB-Mutant-02, 2021, NFT

Katja Novitskova

Verborgene Zeiten – Von der Höhlenmalerei und NFT

Fragen zur Zeit

Achtung, Achtung: Mars, der war’s! Aber vor lauter Transparenz bleibt mitunter das Eigentliche verborgen, wie Giacopo Tintoretto demonstriert. Das Gemälde Vulkan überrascht Venus und Mars ist Eigentum der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, © Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München

Zauberwort Transparenz

Wie Tintoretto und ein Foto von Barbara Klemm lehren, aufmerksam zu bleiben

Gespräche mit Künstler*innen

Mieko Shiomi

Mieko Shiomi

Jeder Ort kann das Zentrum der Welt sein
Milliarden von Universen

Milliarden von Universen

Jan Dibbets blickt auf seine Anfänge zurück und kommt zu einem ungewöhnlichen Ende

Sophie Thun, The Estate of Zenta Dzividzinska, I Don’t Remember a Thing: Entering the Elusive Estate of ZDZ., Dunkelkammer mit rotem Licht und Sophie Thun an der Arbeit, Kim? Contemporary Art Centre, Riga, 2021, Foto: Ansis Starks

Sophie Thun

The Art of Making Things

Das KUNSTFORUM-Gespräch

ruangrupa

ruangrupa

Verkollektivierung der Welt.
Ein Gespräch zur documenta fifteen

Essay

Francis Bacon, Painting, 1946, Zweite Version 1971, Öl auf Leinwand, 198 × 147 cm, © The Estate of Francis Bacon / VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln

Fleisch als Metapher des Todes und als Lebenselixier der Malerei

Soutine und de Kooning, Tizian, Rembrandt und Caravaggio, Francis Bacon und Jean Fautrier als Protagonisten einer „peinture incarnée“, die wie ein blutroter Faden durch die Kunstgeschichte bis in die Gegenwart führt

Natur – Kultur

Natur – Kultur

Kein Gegensatz

Ausstellungen

HR Giger & Mire Lee

HR Giger & Mire Lee

Schinkel Pavillon

18.09.2021–02.01.2022

Thea Djordjadze, all building as making, Installationsansicht, Gropius Bau, Berlin: Ohne Titel, 2016 / 2021, verschiedene Materialien, © Gropius Bau, Foto: Laura Fiorio, Thea Djordjadze / VG Bild-Kunst, Bonn, 2021

Thea Djordjadze

all building as making

Gropius Bau 18.09.2021–16.01.2022

Tomas Schmit, Porträt, 1978, © Dagmar Gebers

Tomas Schmit

sachen machen. Zeichnung, Aktion, Sprache 1970–2006 / Stücke, Aktionen, Dokumente 1962–1970

Kupferstichkabinett Berlin 15.09.2021–09.01.2022

Neuer Berliner Kunstverein 15.09.2021–23.01.2022

Amazons of Pop

Amazons of Pop

Künstlerinnen - Superheldinnen - Ikonen. 1961–1973

Kunsthalle zu Kiel 02.10.2021–06.03.2022

Kunsthaus Graz 22.04.–28.08.2022

Werner Büttner

Werner Büttner

Last Lecture Show

Hamburger Kunsthalle

15.10.2021–16.01.2022

LaToya Ruby Frazier, Shea brushing Zion’s teeth with, bottled water in her bathroom (aus der Serie Flint is Family I, 2016 / 2017), Silbergelatineabzug, 71,1 × 61 cm, gerahmt, © LaToya Ruby Frazier, Privatsammlung, Courtesy: Beaman Delman Fine Arts

TRUE PICTURES?

Zeitgenössische Fotografie aus Kanada und den USA

Sprengel Museum Hannover

06.11.2021–13.02.2022

Edna Bonhomme, Nnenna Onuoha, Rituals, Video, 16:63 Min., 2020, Installationsansicht Kunsthalle Osnabrück, 2021, Foto: Lucie Marsmann

Barrierefreiheit

Kunsthalle Osnabrück

26.06.2021–27.02.2022

Sigmar Polke, Flopp, 1996, Siebdruck in Schwarz auf Schoellershammer-Karton, Edition, Edition Staeck, Heidelberg, 50 × 70 cm, Jürgen Becker Galerie, Hamburg. © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Produktive Bildstörung

Sigmar Polke und aktuelle künstlerische Positionen

Kunsthalle Düsseldorf

13.11.2021–06.02.2022

Lynette Yiadom-Boakye, Condor and the Mole, 2011, Öl auf Leinwand, Arts Council Collection, Southbank Center London, © Courtesy: Lynette Yiadom-Boakye

Lynette Yiadom-Boakye

Fliegen im Verbund mit der Nacht

Kunstsammlung NRW K20 16.10.2021–13.02.2022

MUDAM Luxembourg 26.03.–04.09.2022

Lucile Olympe Haute, Cyberwitches Ritual, 2017, Digitale Fotografie, Models: Chloé Lavalette, Lizzie Saint Septembre, Hélène Alix, Courtesy: die Künstlerin

Technoschamanismus

HMKV Hartware MedienKunstVerein, 08.10.2021–06.03.2022

Picasso signiert einer saarländischen Delegation der sozialistischen Freien Deutschen Jugend (FDJ) Tücher auf dem Jugendtreffen in Nizza, 1950. Die FDJ war die größte Jugend organisation in der DDR. Bis zum Verbot 1951 bestand sie auch in Westdeutschland, Kunst museum Pablo Picasso Münster, © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Der geteilte Picasso

Der Künstler und sein Bild in der BRD und der DDR

Museum Ludwig

25.09.2021–30.01.2022

William Anastasi

William Anastasi

bababad

Thomas Rehbein Galerie

22.10.2021–08.01.2022

Sarah Niecke, Alpha Zero vs. Alpha Zero, 2021, Videoinstallation, Styrodur, Foto: Peter-Paul Weiler, 2021, © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

Bundespreis für Kunststudierende

25. Bundeswettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Bundeskunsthalle

12.11.2021–30.01.2022

Peter Tollens, something to live for, Kunstmuseum Villa Zanders, links: Orange was the colour…, 2018, Dammar, Wachs und Ölfarbe auf Leinen, rechts: Blau hellblau Grün Orange Blau, August-September 2016, Lack- und Ölfarbe auf Holz, Privatsammlung Andreas und Henriette Madaus, © VG BILD-KUNST, Bonn 2021, Foto: © Michael Wittassek

something to live for

Peter Tollens

Kunstmuseum Villa Zanders 05.09.2021–30.01.2022

MUTTER!

MUTTER!

Kunsthalle Mannheim

01.10.2021–06.02.2022

Heidi Bucher. Metamorphosen, Ausstellungsansicht, Kleines Glasportal (Sanatorium Bellevue, Kreuzlingen), 1988, Haus der Kunst, 2021, Foto: Markus Tretter

Heidi Bucher

Metamorphosen

Haus der Kunst

17.09.2021–13.02.2022

Max Beckmann, Spiegel auf einer Staffelei, 1926, Schwarze Kreide, 504 × 648 mm, © Staatliche Graphische Sammlung München, München

Max Beckmann / Friederike Feldmann

Nachtgedanken

Staatliche Graphische Sammlung München 05.11.2021–09.01.2022

Ausstellungsansicht Keith Sonnier – Lightsome, links: Keith Sonnier, Ba-O-Ba VI, 1970 / 99, Courtesy: The Sac-O-Lait Keith Sonnier Foundation Inc., Leihgabe Häusler Contemporary Zürich, links an der Wand: Keith Sonnier, Expanded Sel Serie III, 1978–1999, Courtesy: The Sac-O-Lait Keith Sonnier Foundation Inc., Leihgabe Dr. Ralf Sigle; rechts: Keith Sonnier, Blow, 1969 (Videostill), Courtesy: The Sac-O-Lait Keith Sonnier Foundation Inc., Leihgabe Kunstmuseum St. Gallen, Foto: Annette Kradisch, Neues Museum Nürnberg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Keith Sonnier

Lightsome

Neues Museum Nürnberg

15.10.2021–06.02.2022

Ausstellungsansicht Hungry for Time, Akademiegalerie Wien, 2021, Werke u. a. von Nazgol Ansarinia, Tizian, Sanja Iveković, Nilbar Güreş, Gipsabguss nach Pietro Tenerani Foto: Iris Ranzinger

Hungry for Time

Eine Einladung zu epistemischem Ungehorsam mit Raqs Media Collective

Kunstsammlungen der Akademie der bildenden Künste Wien 09.10.2021–30.01.2022

Franz Gertsch, Irène, 1980, Acryl auf ungrundierter Baumwolle, 257 cm × 391 cm, Olbricht Collection © Franz Gertsch

The 80s

Die Kunst der 80er Jahre

Albertina Modern

10.10.2021–13.02.2022

Ines Doujak, Geistervölker, 2021, Installation, Courtesy: die Künstlerin

Ines Doujak

Geistervölker

Kunsthalle Wien

22.10.2021–06.02.2022

Susan Meiselas, („Molotov Man“) Sandinisten beim Hauptquartier der Esteli-Nationalgarde, Esteli, Nicaragua (aus: „Mediations“, 1978–1982), 1979, Chromogenic Print, 50,8 × 60,96 cm, © Susan Meiselas / Magnum Photos

Susan Meiselas

Mediations

Kunst Haus Wien

16.09.2021–13.02.2022

Otobong Nkanga im TextielLab des TextielMuseum, Tilburg, Foto: Josefina Eikenaar, Courtesy: die Künstlerin, © Otobong Nkanga, Textilmuseum

Otobong Nkanga

Unearthed

Kunsthaus Bregenz

23.10.2021–06.02.2022

Installationsansicht Post-Capital, Mudam Luxembourg, 2021,22: Katja Novitskova, Pattern of Activation (emu), 2014, Courtesy: die Künstlerin und Gaby and Wilhelm Schürmann Collection, Foto: Hans-Georg Gaul

Post-Capital

MUDAM Luxembourg

02.10.2021–16.01.2022

Kunstforum-Gespräche

Gerhard Richter und Dietmar Elger, Dresden 2010, © Gerhard Richter 2021 (15112021), Courtesy: Gerhard Richter Archiv, SKD

Der Gralshüter

Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archiv an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Brigitte Franzen, Foto: Sven Tränkner

The Cool and The Cold

Brigitte Franzen und Benjamin Dodenhoff im Gespräch

Kuratoren der Ausstellung zur Malerei aus den USA und der UDSSR 1960–1990. Sammlung Ludwig

KUNSTFORUM Serie: Shifting Spaces

Teil 5: Das Theaterkollektiv Rimini Protokoll und der Szenograf Dominic Huber

Teil 5: Das Theaterkollektiv Rimini Protokoll und der Szenograf Dominic Huber

Bildende Kunst, Performing Arts, Neue Medien und das Theater

Relektüren

Folge 66

Folge 66

Rainer Metzger

Nachrichtenforum

Selbstportrait Johannes Itten, ca. 1930, Zentralbibliothek Zürich, Hs NL 11: Ba 8.1

Nachrichten

Screenshot: NFT Magazine, Crypto Art Fair, ©NFT Magazine Gestaltung: Mike Meiré

Aktionen und Projekte

In diesem Band

VENEDIG
BIENNALE