Band 226
Obsessionen II
Bereits seit einigen Jahren erfährt der Begriff der „Obsession“ und der Besessenheit eine rasante Konjunktur. Dies gilt für die Kunst ebenso wie für die Literatur, die Musik, ...
Bereits seit einigen Jahren erfährt der Begriff der „Obsession“ und der Besessenheit eine rasante Konjunktur. Dies gilt für die Kunst ebenso wie für die Literatur, die Musik, die Werbung und viele andere Sparten. Viel zu oft negativ verwandt, sollen die Obsessionen in diesem KUNSTFORUM-Band vor allem von einer positiven Warte beleuchtet werden, denn sie spiegeln auch den Wunsch nach der Erfahrung einer befreienden Selbstaufgabe wider. Dementsprechend versucht auch der zweite Band das Thema „Obsession“ sowohl aus dem Blickwinkel ausgewählter Künstler als auch aus der Perspektive von gesellschaftlichen Randfiguren und Pionieren zu beleuchten. Es werden ästhetische und psychologische Kriterien benannt, die etwas Licht in das Dunkel der bittersüßen Triebanschübe zwischen intuitiver Gewissheit und engstirniger Vernarrtheit bringen. Harald Szeemann meinte einmal, dass es ohne Obsession keine individuelle Mythologie gebe. Sie stellt den Kern einer authentischen Überzeugung dar, die sich nicht nur in der Kunst widerspiegelt, sondern in mannigfaltigen Emanationen einer psychischen Gangart.
Alle Beiträge aus dieser Ausgabe
Titelbeiträge


Vom Surrealismus des Habituellen
oder den Alltagsobsessionen der Muschelbricoleure und Legofetischisten

Lust als Imperativ.
Sexuelle Obsessionen in Kunst und Alltag

Liebeswahnsinnig.
Fragmente einer Sprache der Sehnsucht

Bildersturm und Paranoia.
Das Attentat in der Moderne

Explicit Female.
Angela Stief im Gespräch mit Cosey Fanni Tutti, Linder und Betty Tompkins


Andrew Gilbert:
Wir müssen die Kartoffeln befreien und sie in unsere Augenhöhlen nageln.
Ein Gespräch mit Oliver Zybok

Michaela Moscouw:
»Alles, was ich künstlerisch mache, berauscht mich. Ich kann gar nicht anders arbeiten.«
Ein Gespräch mit Angela Stief


















































