Band 269
Entzauberte Globalisierung
Alternative Visionen des Polykulturellen
Hat die Globalisierung ihr Versprechen, Kontinente und Menschen näherzubringen, eingelöst? Während des von der Bevölkerung verständnisvoll mitgetragenen Lockdowns wurde der Laptop-Screen zum verkleinerten Fenster zur ...
Hat die Globalisierung ihr Versprechen, Kontinente und Menschen näherzubringen, eingelöst? Während des von der Bevölkerung verständnisvoll mitgetragenen Lockdowns wurde der Laptop-Screen zum verkleinerten Fenster zur Außenwelt, die befristete Demobilisierung zur allgemeinen Herausforderung. Von Widersprüchen umgeben, erleben wir neben zunehmenden Nationalismen ein rasant verbreitetes Streben nach dem Ende des Rassismus. Und die Kunstwelt? Obwohl diese sich erst spät globalisiert hat, nährt sie sich vom fließenden Übergang zwischen diversen Kulturen. Dies bedeutet sowohl Verlust als auch Gewinn: Denn der interkontinentale Austausch leidet nicht nur unter Ungleichgewicht und kolonialen Spätfolgen. Unter dem Stichwort „Homogenisierung“ droht der Kunstproduktion ebenso die Austrocknung des Meeres der Diversität. Welche Folgen hätte diese negative Utopie? Und wie verändern sich Rezeption und Praxis, wenn die fortlaufende Kunstgeschichte einen grundlegenden Wandel verzeichnet? Dieser KUNSTFORUM Band nähert sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven in Gesprächen mit jenen, die das Steuer der Globalisierung in der Hand haben sowie diese initiierten: Neben Jean-Hubert Martin natürlich u.a. Hans Ulrich Obrist, Peter Weibel, Simon Njami, Carolyn Christov-Bakargiev, David Elliott, Esther Schipper, Marc Spiegler, Uli Sigg. Erweitert wird der Band um Statements von Künstlern, Autoren, Kuratoren, Sammlern sowie Galeristen, die neben einer kritischen Analyse der aktuellen Situation neue Wege des Polykulturellen aufzeigen.

Alle Beiträge aus dieser Ausgabe
Titelbeiträge

Entzauberte Globalisierung
Alternative Visionen des Polykulturellen

Vom Nutzen und Nachteil der Globalisierung für die Kunst
Eine Einführung von Heinz-Norbert Jocks

Peter Weibel
Das digitale Weltmuseum

Jean-Hubert Martin
Von dem Ziel einer Gleichberechtigung aller Künstler auf der Welt sind wir noch meilenweit entfernt.

Hans Ulrich Obrist
Die Gefahr der Monotonisierung

David Elliott
Die Ehre der Vergangenheit

Statements
Von Olu Oguibe, Peng Yu, Lothar Ledderose, Anselm Franke, Philip Tinari, Greg Hilty, Hou Hanru und Marius Bercea

Simon Njami
Die Welt, in der wir leben, kann sich nicht erlauben, nichts über Afrika zu wissen.

Uli Sigg
Über die Ankunft chinesischer Kunst im Westen

Carolyn Christov-Bakargiev
Vom Aufbruch in die Peripherie

Statements
von Ulf Poschardt, María Berríos, Renata Cervetto, Lisette Lagnado & Agustín Pérez Rubio, Ben Lewis, Rein Wolfs, Martina Köppel-Yang, Ou Ning, Christine Macel, Matts Leiderstam, Boon Hui Tan, Philip Tinari, David Elliott, Sylvain Lévy, Jean-Hubert Martin, Peter Weibel und Uli Sigg

Marc Spiegler
Die Art Basel als Weltvernetzer

Esther Schipper
Reisen zu den anderen Weltenden

Statements
Von Sarah Thornton, Karen Smith, Katerina Gregos, Candida Höfer, Hedwig Fijen, Ken-ichi Nakahashi, Liu Xiaodong, Jérôme Sans, Katerina Koskina




































