Band 131
Ende der Malerei und Malerei nach dem Ende der Malerei
Bereits im vorangehenden Band 130 (1995) war die Malerei Thema - ein Medium, dem es offenbar nicht gut geht, das aber gleichwohl blüht und gedeiht. Ein Widerspruch? Nach dem Motto " ...
Bereits im vorangehenden Band 130 (1995) war die Malerei Thema - ein Medium, dem es offenbar nicht gut geht, das aber gleichwohl blüht und gedeiht. Ein Widerspruch? Nach dem Motto "Totgesagte leben länger" reflektiert Johannes Meinhardt über das "Ende der Malerei und Malerei nach dem Ende der Malerei". Das Ende der Malerei kam mit der Moderne. Mit der Erfindung der Fotografie verlor sie ihre Funktion und hinterfragte erstmals die eigenen Parameter: es begann die analytische Arbeit der Malerei an sich selber, ihre Selbst-Destruktion und –Dekonstruktion. Johannes Meinhardt zeichnet in seinem Essay die Entwicklung dieser Selbstanalyse und Selbstkritik nach. Von der radikalen Reduktion auf "letzte Bilder" über die materielle Präsenz monochromer Bildkörper, die Duchamp’schen Strategien, die "dumme Positivität" der Bilder zu sprengen, den Zusammenbruch des Idealismus der Abstraktion bis zu den radikalen "letzten Bildern" von Ad Reinhardt. Mit Robert Ryman und Gerhard Richter stellt er sodann zwei Positionen vor, die aus dieser Negation ihre ureigentliche Kraft schöpfen und die er als "Malerei nach dem Ende der Malerei" bezeichnet. Dem Werk von Gerhard Richter, einem Maler, der an die Macht der Bilder glaubt und Malen ganz einfach für etwas "ganz und gar Lebensnotwendiges" hält, widmet sich Doris von Drathen in einem monographischen Text und Interview. Schließlich kommen drei Ausstellungsmacher zu Wort, die aktuelle Präsentation zur Malerei konzipiert und gezeigt haben und damit die Diskussion über den Ist-Zustand sowie mögliche Zukunftsperspektiven des Mediums erneut angeregt haben: Martin Hentschel, Raimund Stecker und Stephan Schmidt-Wulffen. Zum Thema siehe auch „Geplante Malerei“ (Band 10, 1974) und „Malerei – z.B. Landschaft“ (Band 70, 1984)
Alle Beiträge aus dieser Ausgabe
Titelbeiträge

Ausharren und Durchhalten
Die 46. Biennale von Venedig feiert ihren 100. Geburtstag unter schlechten Umständen und mit einigen Nebengeräuschen

Stillhaltezeit
Streifzüge durch die Länderpavillons sowie Gedanken über die Institution Biennale, über »aperto« und die Sonderausstellung »Identität und Alterität«
Ein Gespräch mit Günter Metken

Die Sammlung des Professor Nemo
Ein Kurz-Porträt des Leiters der Biennale Venedig, Jean Clair

Jean-Christophe Ammann: »Ich stecke gewiß in keiner autistisch-regressiven Phase purer Selbstbespiegelung«
Ein Gespräch mit dem Leiter des Museums für Moderne Kunst Frankfurt, dem diesjährigen Kommissar des Deutschen Pavillons auf der Biennnale Venedig

Ein Rundgang
Ägypten

Ein Rundgang
Dänemark

Ein Rundgang
Venezuela

Ein Rundgang
Australien

Ein Rundgang
Skandinavien

Ein Rundgang
Uruguay

Ein Rundgang
Japan

Ein Rundgang
Norwegen

Ein Rundgang
Israel

Ein Rundgang
Korea

Ein Rundgang
Island

Ein Rundgang
Russland

Ein Rundgang
Frankreich

Ein Rundgang
Fotografiert von Wolfgang Träger

Ein Rundgang
Polen

Ein Rundgang
Großbritannien

Ein Rundgang
Bundesrepublik Deutschland

Ein Rundgang
Ungarn

Ein Rundgang
Niederlande

Ein Rundgang
Österreich

Ein Rundgang
Jugoslawien

Ein Rundgang
Belgien

Ein Rundgang
Kanada

Ein Rundgang
Schweiz

Ein Rundgang
Rumänien

Ein Rundgang
Luxemburg









































































