Band 272
This is Not a Love Song
Zum Verhältnis von Kunst und Musik
Kunst und Musik, zwei auf den ersten Blick separierte Bereiche, die sich bei näherer Betrachtung jedoch kaum voneinander trennen lassen. Was bereits Richard Wagner Mitte des 19. Jahrhunderts im ästhetischen ...
Kunst und Musik, zwei auf den ersten Blick separierte Bereiche, die sich bei näherer Betrachtung jedoch kaum voneinander trennen lassen. Was bereits Richard Wagner Mitte des 19. Jahrhunderts im ästhetischen Konzept des Gesamtkunstwerks postulierte, gewinnt aktuell im Zuge des digitalen Fortschritts und der gegenwärtigen Popkultur erneut an Relevanz. Schon im Kontext von Avantgarde-Bewegungen wie dem Dadaismus und Fluxus gelangen zunehmend Werke zahlreicher Musiker*innen in den Fokus, die nicht selten auch künstlerische Arbeiten umfassen. Ob Kandinskys „Farb- Klänge“ oder sorgfältig inszenierte Kooperationen wie zwischen Marina Abramović und Lady Gaga – Musik und Bildende Kunst dienen sich fortlaufend als Katalysatoren. Doch woher kommt diese gegenseitige Faszination, die aktuelle museale Ausstellungen so zahlreich thematisieren? Dieser Themenband untersucht auf der Grundlage historischer Positionen die wechselseitigen Bezüge und gemeinsamen Impulse von Kunst und Musik. Ergänzt um spannende Gespräche mit der renommierten Multimedia-Künstlerin Laurie Anderson, dem Free-Jazz Pionier Peter Brötzmann, Kraftwerk-Mitglied Emil Schult und dem DJ und Sound-Artisten Nicolás Jaar wird das Verhältnis von Kunst, Musik und Gesellschaft heute reflektiert: Welche Formen der Zusammenarbeit schafft ein explizites Interesse an performativen Herangehensweisen und kollektiver Autorschaft? Und welchen Einfluss haben Soziale Netzwerke auf die Rezeption medienübergreifender Arbeiten? This is Not a Love Song stellt die essenzielle Frage: Was ist die gemeinsame Vergangenheit und Gegenwart von Kunst und Musik?

Alle Beiträge aus dieser Ausgabe
Titelbeiträge

This is Not a Love Song
Zum Verhältnis von Kunst und Musik

Vom Salon zum Lärm der Straße
Schlagfeste Argumente in Kunst und Musik zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Von der Stille bis zum „Brötzen“
Parallelitäten in künstlerischen und musikalischen Entwicklungen nach 1945

Wider die Virtuosität
Atonalität und Minimal halten Einzug in die Popkultur

„We are Ugly But we Have the Music.“
Selbstinszenierung in Kunst und Musik

Die Konvergenz des Audiovisuellen
Aktuelle Strömungen in der Musiknotation

Vom Schreiben über die Musik
von Max Dax

Sumpfblasen, Sumpfgase, Irrlichter
Bayreuther Festspiele und die Bildende Kunst

Laurie Anderson
Fragments Coming in All the Time – Like Life

Emil Schult
Die Kraft der Meta-Sprachen Kunst und Musik

Peter Brötzmann
Du spielst sie in die Luft und alles ist weg

Nicolás Jaar
Countless People, Countless Birds











































