Band 118
Weltkunst – Globalkultur
Die vieldiskutierte Idee eines Multikulturalismus, von Kritikern oft als Ideal oder Illusion abgetan, erscheint inzwischen als die Beschreibung und Benennung einer Gesellschaft im Übergang, im Durchgang zu etwas gänzlich ...
Die vieldiskutierte Idee eines Multikulturalismus, von Kritikern oft als Ideal oder Illusion abgetan, erscheint inzwischen als die Beschreibung und Benennung einer Gesellschaft im Übergang, im Durchgang zu etwas gänzlich Neuem. „Ist es der Traum, dass verschiedene Nationalitäten, Ethnien und Kulturen miteinander verschmelzen und daraus ein neues, kulturell hochwertiges Produkt entsteht? Verkörpert die multikulturelle Gesellschaft das Ende der Ideologien, die Verschmelzung aller Kulturen zu einer Weltkultur oder aber zu einem kulturell beliebigen Einheitsbrei - oder ist sie selbst dieses Ende, dieses Verschmelzen, ist sie der Informationsüberfluss, der Einheitsbrei?“, fragt Paolo Bianchi in der Einleitung zu dieser Dokumentation. Die Essays verschiedener Autoren beleuchten das alltägliche Durchsickern fremder Kulturen, den Verlust der kulturellen Strukturen der „wirklich zivilisierten“ Welt, sie thematisieren die Multikulti-Kampagnen von Benetton ebenso wie die Verhältnisse im „Afro-Asian-Hispano-Amerika“. Einen Überblick über „interkulturelle Ausstellungen“ gibt Thomas McEvilley, zwölf Statements von Künstlern und zehn künstlerische „Weltbilder“ runden die Tour d’Horizon über die Weltkunst und Globalkultur ab.
Alle Beiträge aus dieser Ausgabe
Titelbeiträge

Dialogkultur, Retrovision, neue Urbanität und das Dazwischen
Gedanken zu einer neuen Weltgesellschaft und Globalkultur




Doktor, Anwalt, Indianerhäuptling
»Primitivismus in der Kunst des 20. Jahrhunderts« Museum of Modern Art, New York (1984)

Visuelle Schocks als Katalysator
Ein Gespräch mit Jean-Hubert Martin
zur Ausstellung "Magiciens de la Terre" (paris 1989)

Wer sind die Magier der Erde?
Kritik der Ausstellung »Les Magiciens de la Terre« (Paris 1989)

Lotte oder die Transformation des Objekts
Eine Ausstellung über westliche Artikulationsweisen in der zeitgenössischen Kunstwelt

Global oder lokal: Kunst als universeller Wert oder kulturspezifische Manifestation?
»The Decade Show. Frameworks of Identity in the 1980s«
New Museum of Contemporary Art/Museum of Contemporary Hispanic Art/Studio Museum in Harlem, New York City (Sommer 1990)

Nüchternheit und Idealismus: Exit Art pflastert sich den Weg zum Erfolg
Exit Art, New York City
Interkultureller Ausstellungsort


Evidenzen: Vom postkolonialen zum hybriden Zustand
Für Null-Identität - Wider Ethno-Zentrizität
Interkultureller Dialog: Puerto Rico & USA


Mittlerin zwischen Mainstream und Marginalität
Interkultureller Dialog: USA (Afro-American)

Wer bin ich? Woher komme ich?
Interkultureller Dialog: Pakistan & England

Weder Fanatiker noch Opfer
Ein Gespräch mit Jimmy Durham
Interkultureller Dialog: USA (Native American)


In unserer wundervollen Kultur…
Interkultureller Dialog: Grossbritannien

Die neue (Kultur-)Ordnung
Interkultureller Dialog: Frankreich

»Ich bin ein schuldiges Opfer«
Kurzes Gespräch über die Dritte Welt und das eigene Werk mit Alfredo Jaar
Interkultureller Dialog: Chile & USA

Axis Spiralachse
Universale Staatsbürgerschaft für jeden Planetenbewohner
Interkultureller Dialog: Brasilien



»Könnte unser Planet nicht ein Paradies sein?«
Chéri Samba im Gespräch mit Bernard Marcadé
Interkultureller Dialog: Zaire/Afrika




























































