Band 128
Zwischen Erinnern und Vergessen – Transistorische Turbulenzen II
Wie sieht die Zukunft des Erinnerns im Medienzeitalter aus? Dieser Frage geht Hans Ulrich Reck im zweiten Band der Dokumentation zum Thema Erinnern und Vergessen nach. Konzentrierte sich der erste ...
Wie sieht die Zukunft des Erinnerns im Medienzeitalter aus? Dieser Frage geht Hans Ulrich Reck im zweiten Band der Dokumentation zum Thema Erinnern und Vergessen nach. Konzentrierte sich der erste Teil (Band 127, 1994) auf die Konstruktion des Erinnerns, widmet sich dieser zweite Teil vor allem dem Vermögen der Destruktion. In seinem einleitenden Essay analysiert Reck die drei für die Vorgänge des Erinnerns in der heutigen Medienkultur wesentlichen Kategorien: Geschwindigkeit, Destruktion und Assoziation. Es folgt eine umfangreiche, von einem großen Autorenteam beigesteuerte Aufsatzsammlung. Die Gliederung der Beiträge in vier Kapitel gibt eine grobe Orientierung des sehr disparaten Materials vor - die gleichwohl nicht als starres Korsett eines stringent-logischen Aufbaus miss zu verstehen ist. Reck breitet vielmehr ein weiteres Assoziationsfeld zum Thema aus, das durch "Inserts" zwischen den einzelnen Essays zusätzlich aufgelockert wird. Zum Umgang mit Information im Medienzeitalter siehe auch „Ressource Aufmerksamkeit, Band 148, 1999).
Alle Beiträge aus dieser Ausgabe
Titelbeiträge

Geschwindigkeit, Destruktion, Assoziation
Zur Zukunft des Erinnerns in der Medienkultur
Das Bild als unmögliche Gegenwart.
Vom Aufhören der Theorie

Anna Oppermann
Mehr als Aide-Memoires
»Anmerkungen zu ihrer Verwendung der Fotografie und zur Digitalisierung ihrer Ensembles«

Die doppelte Wirklichkeit der Dinge
Peter Fischli / David Weiss

Vom Denken und Vorstellen der Turbulenzen: Der Faden, die Flügel
Dädaläischer Algorithmus und Icaräischer Sonderweg - Zu zwei Weisen des Erinnerns

Vor und zurück
Bilderpaare als Verwandtschaftsproben I

Silke Rehberg
Mythisches Match. Was wir der Schlange verdanken

Vom Theater der Erinnerung zur Dekonstruktion der Bilder: Kollektives Gedächtnis und individuelle Erinnerung
Selbst- Und Fremdbilder unter der Einwirkung von Photographie und Film

Ferdinand Hodler
»Ein Blick Zurück Im Zorn: Selbstbildnis als Zorniger« von 1881

COOP Himmelblau
»Ähnlich der weichen Gehirnmasse« - Entwurf des Groninger Kunstmuseums

Vom Theater der Erinnerung zur Dekonstruktion der Bilder: Fredda et secca / kühl und trocken
Zu einigen Vorstellungen und Metaphern der Cellula Memorialis Als Bildspeicher/Archiv

»Wir wissen, daß das Verdrägte uns immer verfolgt«
Ein Gespräch mit Jochen Gerz

Otto Künzli
Erinnerung ist immer ein Fragment

Katharina Fritsch
Das Individuum und die Kollektive Angst

Renate Herter
Topographien eines anderen Gedächtnisses

Der Spur auf der Spur
Zur Erinnerungsarbeit in Projekten von Sophie Calle

Udo Koch
Die Morphischen Felder


























































































